Ueber die Knochenbrüchigkeit bei Krebskranken ... / von Emil Huberty.
- Huberty, Emil, 1855-
- Date:
- [1878?]
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Credit: Ueber die Knochenbrüchigkeit bei Krebskranken ... / von Emil Huberty. Source: Wellcome Collection.
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![der Schmerzhaftigkeit noch ein Tumor hinzutritt, wie das in der sub Nr. 3 angeführten Beobachtung der Fall war. Es gibt auf der anderen Seite aber auch eine Anzahl Fälle, wo dem Eintritte der Fractur nicht die geringsten Erscheinungen vorhergegangen waren, die auf den Sitz der Erkrankung hätten hindeuten können1). Die Patientin hatte niemals die geringsten Schmerzen im Arme gehabt, an dem Arme war nicht die kleinste Deformität wahrzunehmen, und als sie sich auf die Lehne eines Sessels, auf dem sie sass, stützen wollte, brach unter deutlichem Geräusche ihr rechter Oberarm dicht unter dem Ansätze des musc. deltoides. Anders verhält es sich natürlich mit dem Carcinom der Wirbelsäule, wo die Rückwirkung der erkrankten Wirbel auf das Rückenmark so hervorstechende Symptome hervorruft, dass es nach den neueren Arbeiten von Charcot und E. Leyden wohl in jedem Falle gelingen muss, die richtige Diagnose zu stellen. Den Reigen der Erscheinungen pflegen in den meisten Fällen neuralgische Schmerzen zu] eröffnen. Dieselben sind meist noch eher vorhanden, als die Empfindlichkeit des be¬ troffenen Wirbel. Diese Schmerzen müssen offenbar von dem Drucke des Neoplasma auf die austretenden Nerven stränge (und in den wenigsten Fällen von einer Compres- sion der Medulla selbst) abgeleitet werden. Leyden2) macht nämlich darauf aufmerksam, dass allerdings am häufigsten der Körper der Wirbel befallen werde. Die Volumzu- nahine aber, die aus der Ablagerung der Krebszellen resul- tire, sei so minimal, dass durch dieselbe eine Compression auf das Rückenmark nicht ausgeübt werden könne. Aehn- 1) f. Nr. 2.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30574882_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


