Ueber die Entwickelung der Knochensubstanz nebst Bemerkungen über den Bau rachitischer Knochen / von Prof. Heinrich Müller.
- Müller, Heinrich
- Date:
- 1858
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Credit: Ueber die Entwickelung der Knochensubstanz nebst Bemerkungen über den Bau rachitischer Knochen / von Prof. Heinrich Müller. Source: Wellcome Collection.
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![Fig. 9. Die Verkalkung der Grundsubstanz zwischen den sehr grossen Knorpel- höhlen ist vollendet. Die peripherische Knochenrinde ist dicker geworden und zeigt Anfänge von Gefässkanülchen. Fig. 4 0. Die verkalkte Masse im Innern ist grossentheils zerfallen und Mark an ihre Stelle getreten. Durch Verdickung der Knochenrinde am oberen und unte- ren Rande unter Bildung zahlreicher Haversischer Kanälchen hat die Rippe ihre flache Form erhalten, Fig. 11. Erstes Auftreten der ächten Knochensubstanz im Os cuboideum eines Kindes. a. Knorpel, dessen Höhlen gegen den Knochenkern hin anwachsen. b. Knorpelverkalkung. c. Knoipelkaiial mit weichem Inhalt. d. Erste Knoclienlamelle mit sternförmigen Körperchen im Umfang des Knorpelkanals. Fig. \2. Querschnitt durch einen Brustwirbel von einem 3zölligen Rindsembryo, schwach vergiössert. o. Knorpelverkaikung im Körper. In der Mille ist die Chorda dorsalis mit ihrer helleren (unverkalkten) Umgehung sichtbar. Von der Wirbel- höhle tritt jederseits ein gefässhaltiger Knorpelkanal heran. b. Knorpelveikalkung in den Wirbelbögen, die Obeiflache des Knorpels bereits erreichend. Flg. 13. Zellen mit ramificirten Fortsätzen aus der Wirbelsynchondrose eines Szöl- ligen Rindsembryo's. Fig. 14. Stück vom Querschnitt des Oberschenkelknochens von einem 3zölligen Rindsenibryo. o. Verkalkter Knorpel. b. Unverkalkte Rindenschicht des Knorpels mit linsenförmigen, derOber- lläclie parallel gestellten Zellen. c. Rinde aus ächtei- Knochensnbstanz. d. Periost, von welchem her die Knochenrinde w'üchst. Fig. 13. Bälkchen aus der schwammigen Substanz hinter dem Ossificalionsrande von einem rachitischen Knochen, o. Reste von Knorpelverkalkung. 6. Aechter Knochen , dessen bnchtige Gränze bei c noch die Form der Knorpelhöhien trägt, deren Wände später geschwunden sind. d. Osteogene Substanz (Knochen ohne Kalk), welche sowohl auf dieKnor- pelvei kalkung als auf den ächten Knochen aufi^elagert ist. Von letzte- rem ist sie theils scharf geschieden, Ihcils gehl sie allmälig in densel- ben über (bei x]. Fig. IG. Stückchen vom Ossificationsrand eines rachitischen Knochen. Dasselbe zeii^t einen Markraum mit vielen kleinen Ausbuchtungen , welche durch Arrosion beniichbarler Knorpelhöhlen entstanden sind. Der grössere Raum wie die Ausbuchtungen sind zum grossen Theil von einem weichen Inhalt erfüllt, der an den dunkelschattirlen Stellen sklerotisch geworden, aber nicht verkalkt ist. Die zackigen Körper sind theils in der weichen, theils in der sklerotischen Masse eingeschlossen. Die uberall einfachen Zellen der benachbarten Knorpelhöhlen sind zusammengefallen, ound ösind Knorpel- höhlen, welche anscheinend geschlossen und mit derselben mehr oder we- niger sklerosirlen, zackige Körper einschliessenden (osteoiden) Masse gefüllt sind, wie die Ausbuchtungen des Markraums. Höchstwahrscheinlich jedoch bestand eine Communicalion derselben mit einem Markraum, welche durch den Schnitt entfernt worden ist.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21478879_0090.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)