Diagnostik der inneren Krankheiten auf Grund der heutigen Untersuchungsmethoden : ein Lehrbuch für Aerzte und Studierende / von Oswald Vierordt.
- Oswald Vierordt
- Date:
- 1901
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Credit: Diagnostik der inneren Krankheiten auf Grund der heutigen Untersuchungsmethoden : ein Lehrbuch für Aerzte und Studierende / von Oswald Vierordt. Source: Wellcome Collection.
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![Bronchialpfröpfen bei putrider Bronchitis, endlich auch vereinzelt in Kör- nern, welche dem Aktinomyces ähneln, vor. Sie ist entweder dem Sputum im Mund erst beigemischt, oder in vita vom Mund in die Luftwege ge- wandert; sie ist aber dort ohne bekannte pathogene Bedeutung. — Specif. Reaction: mit Jodjodkaliumlösung färbt sie sich blauroth; ohne diese Reaction kann sie mit elastischen Fasern, selbst Fettsäure verwechselt werden ^). Sarcina piilmon., ein durch Theilung sich vermehrender, endogene Sporen bildender Pilz (Hauser); sie hat nichts mit der Magensarcine zu thun, ist ihr aber ähnlich, wiewohl kleiner. — Die neuerlichen Angaben über ihr häufiges Vorkommen dürften theilweise anzuzweifeln sein (Verwechselung mit Micrococcus tetragenus [?] — Flügge). Sie hat keine bekannte pathogene Bedeutung. TuberkelbaciUen (Koch). Diese finden sich im Allgemeinen in den eitrigen Theilen des Sputums bei Lungen- oder Kehlkopftuherculose, Sie können sich aber ausnahmsweise auch aus dem Rachen, dem Gaumen oder der Nase dem Sputum beimischen, falls sich dort zerfallende Tuber- kel finden. Sehr reichlich sieht man sie meist in den sog. „Linsen und in seltenen Fällen als kleine Reinculturen in den winzigen weissen Schüppchen, von welchen oben S. 165 die Rede war. Diese Spaltpilze sind gerade oder massig, (selten stark) gekrümmte sehr dünne Stäbchen von etwas wechselnder Lange, 2 bis beinahe 4 ^. Sie enthalten oft Sporen. Sie sind wegen ihrer Dünnheit und weil sie unbeweglich sind, ungefärbt im Sputum sehr schwer zu sehen. Zu ihrem Nachweis bedient man sich der Färbung, und zwar einer Me- thode, die gleichzeitig eine besondere Reaction und dadurch den sicheren Nachweis enthält, dass es sich wirklich um den Tuberkel- bacillus und nicht um eine der zahlreichen ähnlichen Bacillenarten handelt. — Vergrösserung 600—400, für Geübte allenfalls 300 lin.; d. h. Oelimmersion Vi 2 (^^^ Abbe) oder Hartnack 8, höchstens 7, Zeiss F. Mikroskopischer Nachweis der TuberkelbaciUen. Wir theilen von den zahlreichen Färbemethoden nur 2 mit; die erste, ZiEHL-NEELSEN'sche ist die empfehlenswerthere. Methode I (Ziehl-Neelsen's Färbung mit Carbolfuchsin). Man über- trägt aus dem auf einem reinen schwarzen Teller ausgebreiteten Auswurf mit ganz reinen Nadeln ein geeignetes 2) Theilchen auf ein reines Deck- gläschen, zertheilt es auf demselben durch Zerschneiden mit den Nadel- spitzen, legt ein anderes Deckgläschen darauf, drückt dann beide Gläschen fest aneinander, wischt das dabei an den Rändern ausquellende Sputum weg und zieht dann beide Deckgläschen an einander vorsichtig ab, so dass auf beiden eine möglichst dünne, gleichmässige Sputumschicht bleibt; man 1) vgl. die Abbildg. im Abschnitt „Verdauungsapparat und die „Mikro- skopie des Inhalts der Mundhöhle. — 2) s. oben.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21166961_0197.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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