Die Wirkungen der Augenmuskeln und die Erscheinungen bei Lähmungen Derselben : Bewegliches Schema zur Ableitung der Lagen der Doppelbilder für den Unterricht und das Selbstudium / zusammengestellt con Oskar Zoth.
- Zoth, Oskar, 1864-1933.
- Date:
- 1897
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Credit: Die Wirkungen der Augenmuskeln und die Erscheinungen bei Lähmungen Derselben : Bewegliches Schema zur Ableitung der Lagen der Doppelbilder für den Unterricht und das Selbstudium / zusammengestellt con Oskar Zoth. Source: Wellcome Collection.
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![rnmär- Stellung Gesetze der Augen- bewegungen. Durch den Erhebungs- und Seitenwendungswinke] gegen eine be- stimmte Ausgangslage ist die Richtung der Blicklinie gegeben. Die Stellung des Augapfels ist aber damit noch nicht vollkommen bestimmt, da derselbe noch Drehungen um die Blicklinie als Axe ausführen kann, die als Raddrehungen bezeichnet werden. Die Grösse der Raddrehung wird durch den Winkel zwischen einer bestimmten fixen Ebene und der Blickebene ausgedrückt. Als solche Ebene wird nach Helmholtz der Netzhauthorizont gewählt; es ist das die bei der eingangs ange- nommenen Kopf- und Augenstellung mit der Blickebene zusammenfallende Durchschnittsebene des Augapfels. Der Raddrehungswinkel wird positiv gerechnet, wenn das obere Ende des verticalen Meridianes nach rechts abweicht, umgekehrt negativ. Die Raddrehung ist in bestimmter Weise durch die Erhebung und Seitenwendung des Blickes beding! (s. unten). Als Primärstellung des Augapfels und der Blicklinie wird die- jenige Stellung bezeichnet, aus welcher der Blick ohne Baddrehung in der Saiiittal- und Horizontalebene gewendet werden kann. Diese Augen- stellung entspricht nahe, aber nicht vollkommen der S. 1 definirten Ausgangsstellung: gewöhnlich weicht die Blickebene etwas nach unten von der Ausgangsstellung ab. Bezüglich des Zusammenhanges der Rad- drehungen mit Erhebung und Seitenwendung der Blicklinien sind folgende Gesetze festgestellt worden, die zunächst für parallele Blicklinien (ferne Blickpunkte) gelten. Für convergente Blicklinien (nahe Blickpunkte) treten kleine Abweichungen ein. 1. Gesetz von Donders. Der Raddrehungswinkel jedes Auges isl bei parallelen Blicklinien einer Function nur von dem Erhebungs- und Seitenwendungswinkel (Helmholtz). Die Beziehung des Raddrehungswinkels y zum Erhebungswinkel a und Seitenwendungswinkel ß ist durch die Gleichung ausgedrückt: — lang y sin a sin ß cos a -f- cos ß 2. Bei Erhebung der Blicklinie nach oben links und bei Senkung derselben nach unten rechts isl der verticale Meridian gegen den Hori- zont nach links geneigt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21641833_0_0014.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


