Beitrag zur Behandlung der Keratitis parenchymatosa : inaugural-dissertation zur Erlangung der Doctorwürde der Hohen Medizinischen Factutät der Univerität Basel / vorgelegt von Karl Grawehr.
- Grawehr, Karl.
- Date:
- [1897]
Licence: Public Domain Mark
Credit: Beitrag zur Behandlung der Keratitis parenchymatosa : inaugural-dissertation zur Erlangung der Doctorwürde der Hohen Medizinischen Factutät der Univerität Basel / vorgelegt von Karl Grawehr. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by UCL Library Services. The original may be consulted at UCL (University College London)
25/62 page 23
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![welche uns Knapp (67) und Marik (78) berichtet, beruht zum Teil auf einer lebhafteren Erneuerung des Epithels, welche Wirkung des Arseniks schon Jahrhunderte lang unter dem Volke bekannt war. Aus diesen Erfahrungen haben wir uns entschlossen, den Arsenik anzuwenden bei der Keratitis parenchymatosa, in der Voraussetzung, dass es bis jetzt das einzig bekannte Mittel sei, von dem wir erwarten können, dass es die Neubildung des Endothels befördere und so ein rascheres Ablaufen der Krankheit herbeiführe. Dadurch wird das hauptsächlich schwere ]\Ioment der Affektion, die lange Dauer, günstig beeinflusst und damit durch den rasch auftretenden Schutz des Endothels dauernden Trübungen des Hornhautparenchyms entgegengearbeitet. Es ist daher nicht nur in kürzerer Zeit der Ablauf der entzündlichen Erscheinungen, die eben durch den Eintritt des Kammer- wassers in das Hornhautparenchym hervorgerufen w^erden, als besonders mit grösserer Sicherheit eine vollständige Wiederaufhellung der Cornea und zwar ebenfalls viel rascher zu erwarten. Wir mussten uns von vornherein sagen, dass ein guter Erfolg mit dem Arsenik bei Behandlung der Keratitis parenchymatosa auch unsere Ansicht über die Natur der Krankheit nach den Versuchen von Bärri (15) stützt. Selbstverständlich wurde im Grossen und Ganzen die bisherige allgemeinübliche Therapie: feuchte Wärme, Atropin, roborirende Diät, gute Luft etc. beibehalten; nur in wenigen Fällen finden wir eine bedeutende Vereinfachung der Therapie, wo der Allgemeinzustand des Patienten es erlaubte. Hier wurde neben innerer Darreichung von Arsenik nur noch Atropin verordnet. Es kann uns deshalb, aber wohl nicht mit Recht, der Vorwurf gemacht werden, dass wir bei der Vielseitigkeit der Therapie, die wir neben dem Arsenik beibehalten haben, die Wirkung dem Arsenik nicht zuschreiben dürfen. Da wir aber nur die gleiche](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21637209_0025.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)