Klinische Diagnostik innerer Krankheiten mittels bakteriologischer, chemischer und mikroskopischer Untersuchungsmethoden / von Rudolf v. Jaksch.
- Jaksch, Rudolf v., 1855-1947.
- Date:
- 1887
Licence: Public Domain Mark
Credit: Klinische Diagnostik innerer Krankheiten mittels bakteriologischer, chemischer und mikroskopischer Untersuchungsmethoden / von Rudolf v. Jaksch. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Francis A. Countway Library of Medicine, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Francis A. Countway Library of Medicine, Harvard Medical School.
49/396 (page 17)
![während die 7.-Körner wegen ihrer Eigenschaft, Eosin aufzunehmen, auch eosinophile Kornchen genannt, scheinbar vermindert sind ; gerade das umgekehrte Verhältnis* greift bei beginnender Leukaemie Platz. Die eosinophilen Körnchen sind beträchtlich vermehrt; wir haben in diesem Verhalten der Leukocvten ein wichtiges Kriterium für die Diagnose der beginnenden Leukaemie. Die Ausführung einer solchen Unter- suchung geschieht in folgender Weise: Man trocknet das mit Hilfe von Pincetten zwischen zwei Deckgläschen in dünnster Schicht ausgebreitete Mut am besten im Kxsiccator und erhitzt es auf Kupfer- blechplatten ein Trockenkasten für Temperaturen über ioo° C. lässt sich auch dazu verwenden) (i) durch längere Zeit (10—12 Stunden auf 120—1300 C, bringt einen Tropfen concentrirter Eosin-Glycerin- mg auf das Präparat, spult den Farbstoff mit Wasser ab, trocknet und untersucht dann das Präparat in Canadabalsam oder Nelkenöl. Nach Hübet 2 gibt auch folgendes Verfahren gute Resultate: Je 2 Grm Aurantia, Indulin und Eosin werden in 30 Grm. Glycerin die dickflüssige Mischung vor dem Gebrauche durchgeschüttelt und darin die getrockneten und durch längere Zeit auf i2O0C. erhitzten Deckglaschen ' , Stunde bis einige Tage belassen, dann vorsichtig mit destillirtem Wasser ausgewaschen und, nachdem sie lufttrocken gewor- den sind, in Canadabalsam oder Damarlack untersucht. Handelt es sich um eine beginnende Leukaemie, so sieht man in solchen Präparaten die rothen Blutzellen rothgelb gefärbt, die Kerne der weissen Blutzellen haben blauen Farbstoff aufgenommen, und man findet weiter grosse Leukocvten, die mit intensiv rothgefarbten Kornchen (eosinophilen nchen) strotzend erfüllt sind; diese Methode ist sehr zu empfehlen, sie scheint in zweifelhaften Fällen stets Aufschluss zu geben. 4. Melanaemie. 3 Diese seltene Veränderung des Blutes kann man leicht durch das Mikroskop constatiren. Man findet dann im Blute theils grössere, theils kleinere, gewöhnlich schwarze, selten gelb oder braun gefärbte Kornchen und Kornchenconglomerate, welche, durch eine in Alkalien und Säuren lösliche Substanz mit einander verbunden, zwischen den Blutkörperchen schwimmen und SO Wirkliche Pigmentschollen bilden können; ausserdem kommen auch Pigment- nchen vor, die an Grösse den weissen Blutkörperchen gleichen, zweite Form, in der man das Pigment findet; drittens, (1) Auch die II rtung Icohol kann verwendet werden, natürlich mau dann i \ k 1 Irbung abdunsten lassen, psch-higeologischen und ba1ct< . 1886 Lei] l . <'. W. I rankheit« Z 11 Ibuch. 8. 1 1 2. Au: 1-;- It's Jahrbücher. 163. 142, 1874. — f$&](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21060745_0049.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)