Klinische Diagnostik innerer Krankheiten mittels bakteriologischer, chemischer und mikroskopischer Untersuchungsmethoden / von Rudolf v. Jaksch.
- Jaksch, Rudolf v., 1855-1947.
- Date:
- 1887
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Credit: Klinische Diagnostik innerer Krankheiten mittels bakteriologischer, chemischer und mikroskopischer Untersuchungsmethoden / von Rudolf v. Jaksch. Source: Wellcome Collection.
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![Stäbchen durchbohrt ist. wird vor dem Versuche getrocknet und gewogen; dann bringt man in den Apparat circa 30—40 Ccm. durch blutige Schröpfköpfe dem Kranken entzogenen Blutes und verschli das Becherglas mit der mit dem Fischbeinstäbchen armirten Kaut- schukkappe. Das Blut wird durch Schlagen mit dem Fischbein- stäbchen defibrinirt und nach dem Erkalten gewogen : man nimmt nun den Kautschuküberzug ab, füllt das Becherglas mit Wasser und rührt um, lässt das Fibrin absetzen, wascht es neuerdings mit etwas kochsalzhaltigem Wasser aus, bringt dasselbe auf ein gewogenes Filter und wäscht so lange mit Wasser nach, bis das Fibrin fast farblos ist. Darauf wird dasselbe mit siedendem Alkohol (um die Fette, Lecithin und Cholesterin zu lösen) ausgekocht, schliesslich bei 110—1200 getrocknet und nach dem Frkalten über Schwefelsäure gewogen. Bei Leukaemie fand E. Ladivig{\) und ich (2; grossere Mengen Peptons im Blute. Will man Pepton im Blute nachweisen, so muss man zunächst alle anderen Eiw eis^körper durch Binden an Metall- oxyde entfernen und weiter so vorgehen, wie es im Abschnitt Harn beschrieben wird. 3. Vorkommen von Harnstoff. Fr findet sich nur in Spuren im nor- malen Blute (J. Pico.rd). (3) Zum Nachweise desselben kann man in folgender Weise vorgehen: Das Blut wird mit der 3—4fachen Menge Alkohol versetzt, nach 24 Stunden abfiltrirt, der Niederschlag am Filter wiederholt noch mit Alkohol ausgewaschen, die Filtrate vereinigt und der Alkohol abdestillirt. Der Rückstand wird mit Salpeter- säure gefällt, dann lässt man den eventuell gebildeten Krystallbrei einige Stunden stehen, presst die Krystallmassen, welche sich gebildet haben, zwischen Fliesspapier ab, löst sie in Wasser auf und trägt in die Lösung kohlensauren Baryt ein, so lange eine Kohlensäure- Entwicklung erfolgt, dampft am Wasserbad die Flüssigkeit zur keii',- ein und extrahirt den trockenen Rückstand mit absolutem 0 Alkohol; beim Verdunsten krystallisirt der Harnstoff in dem rhombischen System angehörigen, sehr dünnen, langen Prismen aus; hat man de Mengen Blut (mindestens 200—3OO Ccm. zur ung, oder i^t bei besonderen Fällen da- Blut sehr reich an Harnstoff, so wird man meist hinreichende Mengen Harnstoff erhalten, nde Proben anstellen zu können: 1. Eine Probe der Krystallc wird in einem Tropfen Wasser «im I und mit 1 2 Tropfen Salpetersäure mittlerer 31 -<\. $, 4] 1 /'](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21060745_0073.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)