Klinische Diagnostik innerer Krankheiten mittels bakteriologischer, chemischer und mikroskopischer Untersuchungsmethoden / von Rudolf v. Jaksch.
- Jaksch, Rudolf v., 1855-1947.
- Date:
- 1887
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Credit: Klinische Diagnostik innerer Krankheiten mittels bakteriologischer, chemischer und mikroskopischer Untersuchungsmethoden / von Rudolf v. Jaksch. Source: Wellcome Collection.
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![2. rothe Blutzellen. Sie treten meist nur in ganz vereinzelten Exemplaren auf und zeigen normale Formen. 3. Epithelien: und zwar zahlreiche, grosse, unregelmässig geformte Plattenepithelzellen, welche der Mundhöhlenschleimhaut und der Zungenoberfläche entstammen. Die Menge der Epithelien, die man findet, ist schon unter normalen Verhältnissen äusserst schwankend; auch ist ihre Form ziemlich verschieden, je nachdem sie aus den höheren oder tieferen Lagen der Schleimhaut abstammen ; doch sind sie immer an ihrer polygonalen Gestalt und ihrer relativ beträcht- lichen Grösse leicht zu erkennen. 4. Pilze. Schimmelpilze und Hetepilze kommen im normalen Mund- höhlensecrete nur selten vor, und, falls man sie darin sieht, bilden sie einen zufälligen, vielleicht aus der Nahrung stammenden Befund; anders unter pathologischen Verhältnissen. In desto reicherer Anzahl und Form aber sind bereits im normalen Mundsecrete die Spaltpilze vertreten. Fig. 20. a ; Plattenepithelial!, b : Speichelkörperchen, c ; Fetttröpfchen, d: Leukocyter, e; Spirochaete buccalis, f: Kommabacillen der Mundhöhle, g: Leptothrix buccalis, h, i, k: Verschiedene Pilzformen. Wir sehen zahlreiche, theils grössere, theils kleinere Haufen von Micrococcen, von welchen einzelne die Eigenschaft haben, sich mit Jod-Jodkaliumlösung röthlich zu färben; weiterhin Bacillen von verschiedener Grösse, von denen auch stets einige mit dem oben genannten Reagens eine mehr oder minder intensiv blaurothe Farbe annehmen; ausserdem äusserst bewegliche spiralige Fäden (Spirochaete buccalis), welche ungemein an die oben beschriebenen Recurrensspirillen mahnen, sich aber von ihnen durch ihren grösseren Breitendurchmesser und die geringere Zahl ihrer Windungen unterscheiden. Auch kommabacillenähnliche Formen (i) finden sich häufig in diesem Secrete. [Lewis (2) und Miller. (3)] (1) Siehe den Abschnitt Faeces. (2) Lewis, The Lancet, II, 513, 1884. (3) Miller, I 1 media Wochenschr. 77, 138 und 843, 1885.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21060745_0082.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)