Volume 1
Handbuch der gesamten Augenheilkunde / herausgegeben von Prof. Arlt [and others] ; redigiert von Alfred Graefe and Theod. Saemisch.
- Date:
- 1874-1880
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Credit: Handbuch der gesamten Augenheilkunde / herausgegeben von Prof. Arlt [and others] ; redigiert von Alfred Graefe and Theod. Saemisch. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![or p. 13üsagl: »Die obere Wand der Augenhöhle liegt in der Horizontalebenc, so dass das Foramen opliviwi etwas tieler steht als der Oberaugenhohleurund. Der Boden der Orbita steigt von vorn und lateralvs'ilrls, wo ein Grtlbchen im Processus viaaullaris des Jochbeins ihre tiefste Stelle einninunt, medianwäi ts und naeli hinten schief auf, woi'aus leicht ersichtlich ist, dass bei einem liori- zontalschnilt, tler die Augenhöhle in zwei gleiche Theile tlieilt, das Foramen ojj- ticuin im oberen Theil gelegen ist und das Centrum des Bulbus im unteren Tlu il sich befindet.« Der Winkel in dem die Orbilaaxe gegen die llorizontalebene aufsteigt ist im Mittel 20 0. Doch gilt diese Angabe nur für den Eui'opäer. Bei Völkern anderer Rasse ist dieser Winkel mancherlei Vni'iationcui uiUerworfen. Diiv vorstcheiidon Zahlen liaben , wie es selbstver.stänillicli ist, nur einen ganz rclalivcii Werlli, denn es wurde ja bereits oben bemerkt, dass die Formation des Scliiidels einen l«-- deutendon Einlluss auf die Gestaltung der Augenbolilen ausübt. Die Wertlie wurden gewon- nen aus zehn ganz normalen mannliclien und ebensoviel weiblichen Cranicn. Es wurdi-n die Untersuchungen desshalb nicht weiter ausgedehnt, weil schon aus dieser Zahl liersdr ging, dass die Maasse constant sind. Die Schädel sind der Göttinger anatomischen Samm- lung entnommen und haben also zunächst nur Geltung für tlie nied(!rsächsischen Länder. Doch stehe ich nicht an, die Maasse für Deutschland überhau])l anzunehmen, da ja die Uni- formität der Bevölkerung immer mehr überhand nimmt. Die von Luschk.'V angegebenen Maasse weichen beträchtlich von meinen Angaben ab. Die Tiefe der Augenhöhlen an den dolicho- cephalen Schwabenschädel mag wohl seinen Angaben gemäss (47 Mm.) sein, doch möchte ich die Maasse der Gesichlsöfl'nung (Breite öO, 1-löhe 4 0 Mm.) fast bezweifeln. Einen Unter- schied von 10 Mm. dieser beiden Dimensionen konnte ich nur Ijei den allerbreitesten und nie- dersten Augenhöhlen (Neuholländer Höhe 30, Breite 40 Mm.) finden. Es giebt eine solche völlig ovale Form der Orbita dem Schädel einen höchst fremdartigen und absonderlichen Ausdruck, der sehr in die Augen fällt und nicht wohl übersehen werden kann , aber wie ge- sagt, an den Europäerscbädeln der Göttinger Sammlung nicht zur Beachtung kam. Abweichungen von der Form der Augenhöhlen, auch wenn sie klein sind , fallen sofort sehr in die Augen, besonders gilt dies für die Dimensionen des Augenhöhienrandes, mögen sich die Maasse mehr als in der Norm einander nähern, oder sich von einander entfernen. Doch kommen wirklich Augenhöhlen vor, wo sich die Dimensionen so sehr einander nähern, dass der Rand einen vollkommenen Kreis bildet. Die Tiefe der Augenhöhle kann ebenfalls von der oben genannten Mittelzahl beträchtlich abweichen. Die seichtesten gemes- senen Orbilae waren 32 Mm. tief, die tiefsten 50 Mm. Die variabelsten Zahlen sind natürlich die für die Breite des Nasenrückens. Es schien desshalb auch gerathen, die Anzahl der gemessenen Schädel zu verdoppeln um ein annä- hernd richtiges Resultat zu bekommen. Die von Welckeu (Wachsthum und Bau des menschl. Schädels) und von Volkmann ge- wonnenen Mittelzahlen für Nasenrücken und .lochbeinbreite weichen, nur wenig von den oben angegebenen ab. § 9. Die oben beschriebene knöcherne Augenhöhle ist von einem ziemlieh dünnen Periost [Periorhila] ausgekleidet, welches mit der Beinhaut der anlie- genden Theile des Gesichts- und Gehirnschädcls eine zusammenhängende Mem- bran bildet. Es verlängert sich durch die grosse Gesichlsöllnung der Orbita auf Stirn-, Nasen - und Wangengegend, durch den Thräueneanal sieht es milder Nase in Verbindung; durch die Fissurn orbifalis super, und den Cannlis opticus dringt dasselbe in den Schädelraum ein, um mit der Dura maier zusammen zu](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2041626x_0001_0026.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)