Volume 1
Handbuch der gesamten Augenheilkunde / herausgegeben von Prof. Arlt [and others] ; redigiert von Alfred Graefe and Theod. Saemisch.
- Date:
- 1874-1880
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der gesamten Augenheilkunde / herausgegeben von Prof. Arlt [and others] ; redigiert von Alfred Graefe and Theod. Saemisch. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![iohnteste und feinste Beweglichkeit, die durch 6 Muskehi vermittelt wird, von s\ eichen 5 im Grund, einer an der vordem Gj-enze der Orbita ihren Ursprung nehmen. Die Nerven, welche diese Muskeln versorgen, erreichen die Augen- höhle sämmtlich durch die Fissura orbitalis superior. — Alle beschriebenen rheile sind umhüllt und getragen von einem elastischen Fettpolster, welches alle Ltlcken der Orbita ausfüllt. Zu diesen für die Funktion des Auges unentbehrlichen Dingen kommen dann aoch Vorrichtungen, welche lediglich zum Schutz gegen äussere Einflüsse und Schädlichkeiten angebracht sind, und sich demgemäss an der Gesichtsöffnung ier Orbita oder doch unmittelbar hinter ihr befinden. Es ist dies zuerst der Thränenapparat, der in einer Drüse {Glandula lacry- nolis] wässrige Flüssigkeit absondert, die im beständigen Strom über die vordere !\.ugenfläche ergossen, dieselbe vor dem Vertrocknen schützt. Die gebrauchte Flüssigkeit wird dann vermittelst eines Canales [Ductus la- ^rymalis) mit doppeltem Eingang (Canaliciili lacrymales) in die Nase abgeführt. Die zweite Schutzvorrichtung ist der Liderapparat, der durch Verdecken der rordern Augenhöhlenfläche vor eindringenden Gegenständen aller Art schützt. Das obere Augenlid ist zu seiner Emporhebung mit einem Muskel versehen, ier sich den im Grunde der Orbita entspringenden Augenmuskeln beigesellt, vvährend die Schliessmuskeln die Aussenfläche der Lider einnehmend, nur durch jefäss- und Nervenzweige mit den Gebilden der Orbila in Berührung stehen. Da bei der runden Form des Bulbus leicht Missverständnisse über die Be- zeichnung der einzelnen Theile entstehen können, so mögen hier, bevor seine Beschreibung beginnt, diejenigen Ausdrücke genannt werden, welche im Fol- genden zur Ortsbestimmung benützt werden. Dieselben sind von der Aehnlich- ceit des Augapfels mit einer Kugel, speciell der Erdkugel hergeleitet. Es wer- ien, wie dies jetzt ganz allgemein geschieht, die Bezeichnungen, ))AequalorK ^Meridianv. angewandt, wie bei der Erdbeschreibung. Der Aequator ist der in ier Frontalebene gelegene grösste K^reis (Henle). Die Augenaxe ist, wie die Erdaxe eine gedachte IJnie, die von.Pol zu Pol äuft; hier am Auge vom vordem zum hintern Pol. Sie beginnt im Centrum der Cornea, wie dies schon Zinn angiebt, und entspricht einem Loth, welches man sich von hier auf den Hintergrund des Auges gefällt denkt. Die Bezeichnungen mssen und. innen, oder peripherisch und central, werden in Beziehung auf den Mittelpunkt des Augapfels gebraucht. Der letztere hegt an der Stelle , wo die ^equatorialebene von der Augenaxe getroflen wird. II. Nervus opticus. § 12. Der Nervus opticus verlässt das Gehirn mit zwei Wurzeln, die aus ien beiden Corpora (jeniculata [Cgm Cgi Fig. 9) hervorgehen. Oben sind letztere iberragt von dem hintersten Theil des Thalamus opticus [Pulvinar P), in dessen iusserste Spitze sich das Corp. gen. laterale direct fortsetzt. Das C. g. mediale iagegen slösst nach der Mittellinie zu auf die Lumina quadrigemina, auf der sich lie Vierhügel befinden. Dicht unter dem Corp. gen. laterale vereinigen sich die beiden Wurzeln des Sehnerven zu einem gemeinschaftlichen Strang, dessen Zusamnumsetzung aus](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2041626x_0001_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)