Volume 1
Handbuch der gesamten Augenheilkunde / herausgegeben von Prof. Arlt [and others] ; redigiert von Alfred Graefe and Theod. Saemisch.
- Date:
- 1874-1880
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der gesamten Augenheilkunde / herausgegeben von Prof. Arlt [and others] ; redigiert von Alfred Graefe and Theod. Saemisch. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![zwei Zügen noch eine Strecke weil ;in einer Furche zu erkennen ist, welche ihn in einen kleinern medialen und einen grösseren lateralen Theil trennt. Der Nerv schlägt sich um den Grosshirnschenkel {Ccb) herum und verläuft nach deui Tuber cinereum hin , auf welchem er sich dicht vor dem Infundihulum [J] mit dem der andern Seite vereinigt. Auf dieser ganzen Strecke ist der Nerv jedoch ' noch nicht selbstständig dill'ei enzirt, sondei-n mit der Hirnsubstanz, welcher er als wulsl- förmiger Strang aufliegt, verwachsen. In der Vereinigungsstelle, dam Chiusiiia ■nervorum oplicorum, [Ch] erfolgt eine innige Durchflechtung und Kreuzung der von bei- den Seiten kommenden Fasern und jetzt erst treten die Nerven als selbslständige geson- derte Gebilde ihren Weg nach der Augen- höhle an. Sie divergiren von der iMittellinie und erreichen endlich den Eingang der Ca- nak's optici. Auf diesen Weg läuft der Sehnerv unter der medialen Wurzel des Olfaclorius (/) hin, von ihr getrennt durch die medianwärts laufende Art. cerebr. anl.: ') an der medialen Seite an die beide Hemi- sphären trennende Spalte grenzend , an der ■ lateralen Seite die Siibslanlia perforala un- lerior [Spa] neben sich, und aufliegend auf einer breiten Querrinne der obern Wespen- beinfläche, die nach hinten vom Tuherculiim seUac, nach vorn vom Linibiis sphenoidalis begrenzt wird und den Namen Sülms opticus führt. Dicht vor seinem Eintritt in den Canal aber liegt der A. opticus nur mit seiner me- dialen Fläche auf dem Keilbein, während seine laterale Hälfte auf der sich aufwärts krümmenden Carotis cerebrulis ruht, welche hier die Art. ophthalmica abgiebt. Der Nerv, dessen Länge vom Chüisma bis zum Eingang des Canalis opti- cus meist weniger als 10 Mm. beträgt, ist von oben nach unten comprimirt und ca. 5 Mm. breit. Er ist umgeben von der gewöhnlichen, der Pia nnüer entstam- menden Nervenscheide, die ihn bis zum Eintritt in das Auge bekleidet. Im Canalis opticus ändert er seine Gestalt und wird drehrund; was er au Höhe gewinnt, muss er an Breite verlieren und hat von nun an einen Durch- messer von 4 Mm. Hier ist er mit dem Periost der obern Wand fest verwachsen, während er in den übrigen Theilen nur durch zarte Bindegewebsbündel mit der aus der Dura mater stammenden Beinhaut verbunden ist (Sohw.\i.bk). Von der Augenhöhlen-Oeffnung des Canales verläuft er dann lateral und etwas abwärts, um an die hintere Fläche des Bulbus zu gelangen, in welchen Geliiruliasis mit dem Austritt des Nervus opticus. Die Grosslürnliemispliären sind ent- fernt, so dass der liintere TUeil des Sehliügels frei liegt. Hirnsclienkel hinter den Vierliügeln durclisclinitten. Cffiu Corpus geniculatum me- diale. Cj/I Corpus geniculatum laterale. F. Pul- vinar des Seliliügels. Ch Ohiasma nervorum op- ticorum. Cq Yierhügel auf der Lamina quadri- gemina aufsitzend. Aq Durchsclinitt des Aquae- ductes. Ccb Grossliirnschenkel. Cc Corpora candicantia. Tc Tuter cinereum. J Infundibu- lum. / Tractus olf'atorius in seine mediale und laterale Wurzel auseinauderweicheud. Spdänh- stantia perforata anterior. ') .\vi. corp. collosi nul.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2041626x_0001_0030.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)