Volume 1
Handatlas der Anatomie des Menschen / mit Unterstützung von Wilhelm His ; bearbeitet von Werner Spalteholz.
- Werner Spalteholz
- Date:
- 1922
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Credit: Handatlas der Anatomie des Menschen / mit Unterstützung von Wilhelm His ; bearbeitet von Werner Spalteholz. Source: Wellcome Collection.
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![Articulntioues pedis. Articulationes intertarseae. Die Gelenkspalten der articulatio talocalcanea und der articulatio talocalcaneonavicularis (s. S. 240), sind sowohl gegeneinander als auch gegen die benachbarten Gelenkspalten vollständig abgeschlossen: die articulatio talonavicularis ist nur ein Teil der articulatio talocalcaneonavicularis (s. S. 240). Die articulatio calcaneocuboidea entsteht dadurch, daß sich die facies articularis cuboidea des calcaneus auf der proximalen Gelenkfläche des os cuboideum bewegt; ihre capsula articularis geht dicht neben den Rändern der überknorpelten Flächen ab; die Gelenkspalte steht mit den benachbarten nicht in Verbindung. Die articulatio calcaneocuboidea und die articulatio talonavicularis werden auch gemeinsam mit dem Namen articulatio tarsi transversa [Choparti] bezeichnet; ihre Gelenkspalten bilden zusammen eine, vom ligamentum bifurcatum unterbrochene gekrümmte Fläche, deren Querschnitt Oj-förmig gebogen ist. Die articulatio cuneonavicularis ist die gelenkige Verbindung zwischen der distalen Fläche des os naviculare und den proximalen Flächen der ossa cuneiformia; die capsula arti- cularis umfaßt diese Gelenkflächen, zugleich aber auch noch diejenigen, in welchen die ossa cuneiformia miteinander artikulieren, und diejenigen, mit welchen das os cuboideum an dem os cuneiforme III und meistens auch an dem os naviculare gleitet; die Kapsel geht überall dicht am Rande der überknorpelten Flächen ab. Die Gelenkspalte steht in der Regel zwischen dem ersten und zweiten Keilbein mit der Spalte der articulatio tarsometatarsea des os metatarsale II (und dadurch auch mit derjenigen des os metatarsale III) in Verbindung. Zwischen den Keilbeinen, sowie zwischen dem dritten Keilbein und dem Würfelbein sind in der Tiefe kurze Bänder quer ausgespannt: zwei ligamenta intercuneiformia inlerossea und ein ligamentum cuneocuboideum interosseum. Die articulationes tarsometatarseae [Lisfranci] kommen dadurch zustande, daß die proximalen Gelenkflächen der bases ossium metatarsalium die distalen Gelenkflächen der ossa cuneiformia und des os cuboideum berühren. Die Vereinigungstellen bilden im all- gemeinen eine von der medialen nach der lateralen Seite distalwärts konvexe Fläche, welche am os cuneiforme II eine stärkere Unterbrechung erleidet, da das os metatarsale II weiter proximal- wärts reicht als die anderen; außerdem findet sich eine schwächere Abknickung der Fläche zwischen os cuneiforme III und os cuboideum. Gewöhnlich sind drei gesonderte Gelenkspalten vorhanden: die erste zwischen dem os cuneiforme I und dem os metatarsale I (bisweilen auch mit dem os metatarsale II), die zweite zwischen den ossa cuneiformia I, II, III und den ossa metatarsalia II et III, die dritte zwischen dem os cuneiforme III, dem os cuboideum und den ossa metatarsalia IV et V; die Gelenkspalte der zweiten steht gewöhnlich mit derjenigen der articulatio cuneonavicularis in Verbindung. Ihre Kapseln gehen überall dicht am Rande der überknorpelten Flächen ab. Von den Seitenflächen der Keilbeine und des Würfelbeines gehen in der Tiefe Faserzüge von wechselnder Ausbildung an die nächstliegenden Seitenflächen der bases ossium metatarsalium II—IV; sie werden ligamenta cuneometatarsea interossea (s. auch Fig. 328), bzw. ligamentum cuboideometatarseum interosseum (nicht gezeichnet) benannt. Die articulationes intermetatarseae werden dadurch gebildet, daß die proxi- malen Enden des (ersten) zweiten bis fünften os metatarsale mit den einander zugekehrten überknorpelten Flächen sich berühren. Die Gelenkspalten stehen mit denen der entsprechenden articulatio tarsometatarsea in Verbindung; die capsulac articulares entspringen am Knochen dicht am Rande der überknorpelten Flächen. Drei ligamenta basium [ossium metatarsalium] interossea spannen sich in der Tiefe zwischen den benachbarten Flächen der bases ossium metatarsalium aus. Die articulationes metatarsophalangeae und die articulationes digi- torum pedis bieten in ihren Kapseln und Bändern im wesentlichen dieselben Verhältnisse wie die entsprechenden Gelenke an der Hand (s. SS. 208 u. 209).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2982171x_0001_0259.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


