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Credit: Praktische Grundzüge der Gynaekologie / von A. Rheinstaedter. Source: Wellcome Collection.
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![der Exstirpation des Tumors überzeugt, eine sogenannte Probe- incision gemacht, die mit den nöthigen antiseptischen Cautelen aus- geführt, fast immer reactionslos verläuft. Diagnose der Die Vorherige Erkennung, ob die Ovarialcystome intraligaraentös impunuiioi. pjjgj. ggg|.jg]j. gjjjj^^ bedeutende Adhäsionen vorhanden Adhäsionen, sind, ist nicht immer möglich. Kaltenbach hat 'zuerst in ausgezeichnet klarer Weise die intraligamentöse Entwickelung der Tumoren geschildert (Zeitsclir., Martin und Fassbender, I., S. B37) und für die Diagnose dieser ungünstigen Inplantirung der Ovarialcystome als charakteristisch hervorgehoben, „dass hierbei der Uterus zur Seite gedrängt oder nach vorne gegen das Schambein angepresst ist und nur in sehr geringem Grade an dem Tumor sich verschieben lässt. Vom Rectum aus lässt sich mit 2 Fingern meistens constatiren, dass keine Lücke oder Furche zwischen der Geschwulst und dem Seitenrande des Uterus vorhanden ist und beide Theile bis etwa zur Höhe des Isthmus in kurzer und fester Verbindung mit einander stehen. Auf der ge- sunden Seite lässt sich ferner die ganze Linea terminalis zwischen den Ligg. sacrouteriua hindurch bis zum horizontalen Schambein- aste bequem abtasten, während dies auf der kranken Seite durch den ähnlich einem parametritischen Abscess dicht an die Beckenwand heranrückenden Tumor verhindert wird. Es ist aber sehr schwierig, ante operationem feste Verwachsun- gen des Tumor mit dem Uterus und dem seitlichen Beckenperito- ueum von der intraligameutären luplantation zu unterscheiden; ja selbst w^ährend der Operation hat manchmal die anatomische Orien- tirung ihre Schwierigkeiten. Verwachsungen mit den Bauchdecken und den Eingeweiden sind ebenfalls nur mit Wahrscheinlichkeit vorherzusagen. Lässt sich der Tumor mit Leichtigkeit hin- und herrollen, so kann man auf eine leichte Operation hoffen; ist er schwer zu verschieben und sind häufige Peritouitiden oder Functionen vorhergegangen, so kann man auf viele Adhäsionen rechnen. Es herrscht bezüglich der Erkenntuiss der Adhäsionen schon in den Grundprincipien eine derartige Meinungsverschiedenheit, dass Eichwald (Die Colloidentartung der Eierstöcke. Würzburger med. Zeitschr., Band V., S. 415) behauptet, Reibungsgeräusche bei passiven oder respiratorischen Bewegungen bedeuteten Adhäsionen und dass](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21964105_0306.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)