Lehrbuch der Krankheiten des Kindes in seinen verschiedenen Altersstufen : Zunächst als Leitfaden für academische Vorlesungen.
- Hennig, Karl, 1825-1911.
- Date:
- 1864
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Credit: Lehrbuch der Krankheiten des Kindes in seinen verschiedenen Altersstufen : Zunächst als Leitfaden für academische Vorlesungen. Source: Wellcome Collection.
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![öfter nachweisbar, doch der Magen, statt aufgetrieben zu sein, bisweilen zusammengefallen, der Leib verstopft, der Koth entfärbt, Schlaflosigkeit und Magenschmerzen quälen das übrigens apathische Kind. Während der Zahnung beobachtet man leichte Krämpfe der Gesichts- und Augen- muskeln, bisweilen Amblyopie und Halblähmung der Arme bei einge- zogenen Daumen. In der Genesung beobachtet man eine oft wieder schädlich werdende Gefräfsigkeit und als deren Folge Fettsucht (Polysarcie); ich sah immer Fettleber chronischen Magenkatarrh be- gleiten. Nach der Einwirkung scharfer Arzneien, bei wiederholter An- wendung reizender Mittel, fortdauernden Diätfehlern und Erkältungen, wie sie ärmliche Wohnungen so oft bieten, bleibt eine namentlich mittägige Appetitlosigkeit älteren Kindern, welche dadurch abmagern, unlustig werden, leicht frieren, dann und wann Schleim, sauren Saft oder ranzige Speisetheile wieder erbrechen. Man findet die Schleimhaut wie breiter, faltig oder in Runzeln zusammengezogen, die Drüsenhügel mehr ausgeprägt, zum Theil mit Bindegewebswucherungen durchsetzt, daher hart, blafsgelb oder von Schwielen durchzogen, die unterliegenden Gefäfse erweitert. Die Unterscheidung von Wurmleiden ist um so schwieriger [so lange Würmer oder deren Eier nicht abgehn], als jenes mit chronischem Magenkatarrh oft genug zusammentrifft. Behandlung: Regeln der Ernährung, bes. der Essenszeit, nach Alter, Individuum und Kräftezustand, Genufs des Selterser oder Vichy- wassers, anima rhei, leichte Eisenpräparate, aromatische oder Malz- bäder bei innerm Gebrauche des China- oder Magnesiasyrups, des Wismuthes und leichter Abführmittel. fflagenerweichung. Diese bald für rein chemisch (Hunter, Carswell, Elsässer22), bald für wesentlich entzündlich (Nagel, Billard'-3) gehaltene, von Gairdner, Rokitansky, Rilliet und Barthez mit Recht als gröfstentheils Leichen- erscheinung vorzugsweise des jüngsten Alters aufgefafste Thatsache gehört im Leben wol einem doppelten Einflüsse an: einmal einer serösen Entzündung zunächst der Schleimhaut, dann einer vielleicht unter ge- ändertem Nerveneinflusse stehenden (siehe die Versuche, namentlich die Vagusdurchschneidung Camerer's24) krankhaften Absonderung des Magensaftes. G. Budd, on diseases of stomach, Lond. 1855. So gewii's auch ist, dafs Uebermafs des salz- oder milchsauren Magensaftes und milchsaure, auch essigsaure Gährung jener Contenta für sich erst in der Leiche die Magenhäute morsch machen können, so ist doch die Erweichung nicht immer oder wenigstens nicht in ihrer ganzen Aus- dehnung, in ihren Ursprüngen rein chemisch, da die Leichenöffnung oft wenige Stunden nach dem Tode schon den Durchbruch der sämmt- lichen Häute erwies, in vielen (den allermeisten unter 72 von Herrich Hennig, Lehrb. d. Krankheiten des Kindes. 3. Aufl. 5](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21020474_0101.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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