Lehrbuch der Krankheiten des Kindes in seinen verschiedenen Altersstufen : Zunächst als Leitfaden für academische Vorlesungen.
- Hennig, Karl, 1825-1911.
- Date:
- 1864
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Credit: Lehrbuch der Krankheiten des Kindes in seinen verschiedenen Altersstufen : Zunächst als Leitfaden für academische Vorlesungen. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
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![im Verborgenen heilen, wenigstens findet man organisirte Exsudate vor- zugsweise über der Milz oder Leber todtgeborner sowol als später an verschiedenen Krankheiten verstorbener Kinder, wie ich Bednar be- stätigen kann. b. Bei Neugebornen und Jüngern Säuglingen ist sie die häufigste unter den Abnormitäten der serösen Häute, fast immer acut und oft secundär — nach Pyämie der Mutter, Eiterung im Nabel, Zerfall von Gerinnseln in dem Sichelblutleiter, nach Darmkatarrh und bei Tuberkel- sucht; mehr bei Knaben. Bednar konnte bisweilen rohe Handhabung der Klystierspritze beschuldigen; Peritonitis partialis begleitet gern die Entzündung des Nabels und seiner Gefäfse oder den Blutergufs aus denselben [kann in beiden Fällen allgemein werden] und löthet nach Befinden die anliegende Darmschlinge an die vordere Bauchwand; fast nothwendig erscheint sie beim augebornen Nabelbruche. Bei manchen Kindern in der eisten Lebenswoche sammelt sich das Exsudat auch in der eignen Scheidenhaut des Hodens an, wenn diese noch mit der Bauchhöhle zusammenhängt. Primäre Bauchfellentzündung setzt gern ein plastisches oder eiweifsig-seröses, seeundäre ein Exsudat, welches alsbald eitrig oder jauchig zerfällt, mehr oder minder mit Blut oder nur dessen Farbstoff gemengt (und gefärbt) ist. Die ausgedehntesten zelligen Verwachsungen findet man bei allgemeiner Tuberkulose nach dem erfüllten 2. Lebensjahre. Thore, welcher Peritonitis sehr häufig an Neugebornen (unter 10U0 Leichen 63 mal) untersuchte, sah sie meist auf die ersten 14 Lebenstage fallen, auf der Leber, Milz oder um die Nabelader herum gewöhnlich sehr dicke falsche Häute, sehr selten Eiter absetzen. Symptome. Am lauten Schrei sind die Kleinen gehindert, bis- weilen keuchen sie nur, runzeln die Stirn, machen kleine krampfhafte Bewegungen mit den Lidern, Kiefern, Fingern oder Zehen. Stark tritt Schmerz beim Druck auf den Bauch hervor. Fast beständig wird erbrochen, sehr selten kothige Massen; doch sah man das Erbrechen auch ganz ausbleiben. Häufig sind flüssige (auch blutige) Darmaus- leerungen, doch ist Verstopfung auch nicht selten; öfter geht Diarrhoe der Bauchfellentzündung voran. Gesicht fahl, später zusammengefallen, selten mit Schweifs und Miliaria bedeckt. Die Bauchhaut ist häufig bläulich von durchschimmernden Venen. Am Kreuzbeine wird die Haut leicht brandig. Charakteristisch ist die geringe Bewegung der Glieder, besonders der Beine: sie werden nicht an den Leib gezogen, weil dieser nicht den leisesten Druck verträgt; Zittern und Zucken befällt sie besonders bei Veränderung der Lage; an den Bauchmuskeln wurde es nur im Beginne der Krankheit gesehn. Der Unterleib ist bei all- gemeiner Peritonitis stets von den paralytischen Därmen aufgetrieben, mehr im Epigastrium oder um den Nabel; bei beschränkter mehr flach,](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21020474_0148.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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