Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner.
- Hugo Blümner
- Date:
- 1912
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Credit: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![zierter, indem man die geröstete und angefeuchtete Gerste in Mörsern zerstieß, dann in Körben auswusch , an der Sonne trocknete, wieder stampfte, reinigte (durch Siebe), worauf dann endlich das Mahlen er- folgte1). So verfuhr man namentlich in Griechenland, während in [talien die Gerste ohne vorhergehende Anfeuchtung gedörrt und mit der EQeie gemahlen wurde2). Das Gerät, dessen man sich zum Rösten der Körner im Ofen:l) bediente, heißt (pQvysrQov oder (pQvysijg4'\ xodo- sonst vorkommenden allgemeinen Bedeutung, wonach .■,. .-Ix-.n . _ : bezeichnen kann. Daß man das Enthülsen außer im Mörser auch auf der ge- wöhnlichen Mühle vornahm, zeigt die bald zu besprechende Stelle bei Plin. XVIII 97. Vgl. sonst das häutig vorkommende ■agid'al iTTxiOfiivui, Arist. h. an. VIII 7 p. 596 b, 9. Plut. Eum. 11. Ath. III 126 C. Öfters bei Hippocr. 1) Plin. XVIII 73: sunt qui vehementius tost um (hordewm) rursus exigua aqua adspergant et siccent, priusquam molant. älii vero virentibus spicis decussum Uor- deum recens purgant madidumque in pila tundunt atque in corbibus eluunt ac siccatum sole rursus tundunt et purgatum molunt. Vgl. damit Aristoph. b. Poll. VII 24, der als xwv itsgl agxoittoXiav a&gou nennt: 7rr/rTco, ßQaxxco, cVfvco, \häxx(a, tcexxco, naxccXü), und Pherecr. b. Eust. z. II. X 249 p. 801, 63: vvv S' £%i%eZ6&ui rüg -/.gid-ug dsT, itTiGösiv, cpgvysiv, avaßgcixxEiv, ai'vsiv, aXiüai, yiä^ai, xb xsXsvxaiov -xaga&Eivui. Unter avaßgäxxsiv hat man wohl eine Art Worfeln zu verstehen, da ßgdxxo) oder ßgdgco sich auch in dieser Bedeutung findet, Plat. Soph. 226 B, vgl. Tim. lex. Plat. s. v. ßgccxxsiv: uva%ivEiv S>6itEg oi xbv ßlxov ■Ka&algovxEg. A. P. VI 258, 3 : xavxccg icp' dXcoog, icp' <k xoXvv h'ßgacsv avxXov. Bei Arist. meteor. II 8 p. 368 b, 29 ist xa iv xolg Xixvoig avaßgaxxö^iEva das, was beim Rütteln in den Sieben oben- aufliegt. Vgl. Hes. ccTtoßguacci, xb diaxxr\6ai itvgovg i] dXsvga o&övrj. Geop. III 7, 1: ^sidg %xi6xiov v.a.1 ßgacxsov. Daher ist die Erklärung im E. M. 125, 43 ccnoßgaGai xb Sianxißai Ttvgovg 5} uXsvgu wohl nicht richtig. Daß man jeden- falls unterscheiden muß zwischen dem Stampfen im Mörser, wodurch bloß die Körner enthülst werden sollen, und dem Mahlen auf der Mühle, wodurch die Körner in Mehl verwandelt werden, scheint mir namentlich aus der angef. Stelle des Plinius hervorzugehen, da sonst das wiederholte tundere und darauf erst das moler e unerklärlich wäre. 2) Plin. XVIII 74: Italia sine perfusione tostum (hordeum) in subtilem fari- nam molit. 3) Daher denn y.o8o{i£va z. B. bei Hes. s. ixodoiLsvero erklärt wird durch LrtvsvExo, und Y,oSo\Lrj[iov bei Suid. s. v. mit ■xupivsvriY.öv. Vgl. Hes. s. v.odouij u. xodofua:. 4) Poll. VI 64: cpgvysxgov xb igyalstov. xb d' avrb xul y.oSousvstv . . . v.al xb igyaXslov xoSo^Elov, a di] ivicpgvxxov, i'acog ayyslov xsgausovv. Ders. X 109: r\ tcov ds v.al cpgvysvg aal cpgvysxgov, xb psv cpgvysxgov UoXv^rjXov sigrjy.örog iv Aiovvdov yovalg c ovtieq al %vrgai xgs^iavxai v.al xb cpgvysxgov'. Doch ist Poll. selbst nicht mehr sicher über die eigentliche Bedeutung; s. gleich nachher: xbv dh cpgvysa Kai avxbv chg oxsvog {laysigiKov, si'xs xb ayyslov iv cb scpgvyov, si'xs xb cpgvysxgov, [cog] o Kco[iixbg Ssoito^nog iv SsiQfjGL vxodnXol XsyooV ecpgvysvg frvt'a Xi]KvQ-og\ Vgl. auch VII 181. Die alten Erklärer scheinen eben die Bedeutung des Wortes nicht mehr recht gekannt zu haben; sie halten es bald für ein Ge- fäß, in welchem geröstet wurde, bald für ein Gerät, mit dem man beim Kosten die Körner umwendete und durcheinander rührte; so Hes. s. v. cpgvysrgov £vXrr cpiov a> xivovöi ms Ttscpgvyuivag xgt&äg. Doch ist die erstere Bedeutung jeden-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21033286_0027.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)