Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner.
- Hugo Blümner
- Date:
- 1912
Licence: Public Domain Mark
Credit: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University, through the Medical Heritage Library. The original may be consulted at the Harvey Cushing/John Hay Whitney Medical Library at Yale University.
29/390 page 13
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![uligemein)1). Die geschälte Gerste hieß %d%Qvg*)} eingeschalte hingegen xql&ccI 6'Aca8). Weizen wurde in der Regel nicht geröstet4), wohl aber andere Getreidearten wie Spelt, Panicum usw.5j. § 4. DAS ZERSTAMPFEN IM MÖRSER. Obgleich diejenigen Vorrichtungen zum Verwandeln der Getreide- körner in Mehl, die wir vorzugsweise Mühlen zu nennen gewöhnt sind, d. h. also diejenigen, bei denen dieZerreibung mittels zweier Steine geschieht (und auf diesem Prinzip beruhen ja im Grunde selbst noch die komplizierteren Mühlen heutiger Zeit), schon in sehr früher Zeit erfunden worden sind, so ist doch nicht zu bezweifeln, daß es eine Zeit gab, wo man keinen andern Weg kannte, als die Körner in Mörsern zu zerstampfen. Wenn wir auch darüber aus griechischer Zeit keine be- stimmten Nachrichten haben, so berichten uns doch römische Quellen ausdrücklich, daß in alter Zeit, wo man den Gebrauch der Mühlen nicht 1) Ebd. 61 u. 73. 2) Cratin. b. Plut. Sol. 25: 7tQog rov £6Xcovog kkI z/paxoirog oloi vvv cpQvyovßL i]dr] rccg y.ä%Qvg roig ■x.vQßEGiv. Ar. Nub. 1358; Vesp. 1306. Alciphr. ep. III 27, 2. Poll. I 246. Schol. Ar. Equ. 254: y,ä%gvs de eloiv ai XsXsrtiousvea XQi&al. Moeris 200, 28: xc%pug, Äxtiy.o'i, v.Qi%aX rtscpgvyii.e'vai, EXXrjvsg. Hes. s. cpQvysTQOV. Poll. VI 77. 3) Luc. Asin. 28: 6i6rs äXslv avtjj ytai TtvQOvg ncä xgid'Cig oXag. Vgl. Poll. VI 77: il- cc<pqvy.to3v Hgiftcov aXcpircc. Harpocr. 158, 12. Geschrotenes Mehl von ungerösteter Gerste heißt tbfirjXvßtg; Galen. XIX 156K: 6^Lr\7.vßiv, zu anb räv cccpQvxrcov hqi&üv aXquxd rs Hai uXsvqcc. Hes. s. h. v.: ro hqL&ivov äXevgov. Häufig bei Hippocr. 4) Thuc. VI 22: nvgßccg %a\ %scpQiy[i£vccg HQL&ccg. 5) Varro r. r. I 63: far, quod in spicis condideris per messem et ad [usus] cibatus expedire velis, promendum hieme, ut in pistrino pisatur ac torreatur; vgl. ebd. 69, 1. Plin. XVIII 61: in area exteruntur triticum et siligo et hordeum. sie et seruntur pura qualiter moluntur, quia tosta non sunt; e diverso far, milium, pa- nicum purgari nisi tosta non possunt; vgl. ebd. 97. Verg. Aen. I 179: et torrere parant flammis et frangere saxo (fruges); vgl. Serv. z. d. St. und zu IX 4. Verg. Georg. I 267: nunc torrete igni fruges, nunc frangite saxo. Ov. fast. I 693: pas- suraque farra bis ignem; II 521: usibus admoniti flammis torrenda dederunt (farra). An die Sitte der alten Zeit, wo der Spelt nicht gebacken, sondern nur geröstet wurde, knüpfte das angeblich von Numa eingesetzte Fest der Fornacalia an. Von den Öfen, in denen man das Far röstete, benannte man eine eigene Göttin Fornax, und nach ihr das Fest, das in den Februar fiel; vgl. Plin. XVIII 8. Ov. fast. II 525. Fest. 253a, 16; 254b, 7; 83, 8: Fornacalia Sacra eratit, qxum far in fornaculis torrebant; ebd. 93, 11: Fornacalia feriae institutae sunt farris torrendi gratia, quod ad fornacem, quae in pistrinis erat, sacrificium peri s<debat. Lactant. I 20, 35; vgl. Preller-Jordan Rom. Mythol. II 9. Steuding in Rö- sch ers Mvthol. Lexik. I 1499.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21033286_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)