Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner.
- Hugo Blümner
- Date:
- 1912
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Credit: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Das Lokal, wo eine oder mehrere Mühlen aufgestellt waren1), wird zwar oft schlechtweg auch nur als „Mühle, [ivlrj, mola bezeichnet, ge- wöhnlicher aber ist dafür im Gr. die Bezeichnung [tvlcov2), lat. pistri- numz), auch moletrina*); natürlich kann diese Benennung nur da ein- treten, wo die Mühlen, die häufig auch im Freien, im Hofraume sich befanden5), in einem für sie eigens bestimmten, geschlossenen Räume aufgestellt waren; doch gelten jene Bezeichnungen nicht bloß für das eigentliche Lokal, in dem die Mühlen stehen, sondern auch für das ganze Haus, in dem das Gewerbe des Müllers betrieben wird6). — Über die anderweitige Ausstattung solcher Räumlichkeiten wissen wir wenig, höch- stens, daß die Figuren der Mahlgottheiten, der Mvldvxeioi -frfot7), der Prop. V (IV) 1, 21: Vesta coronatis pauper gaudebat asellis. Die Mühlenesel wurden dabei nicht nur mit Blumen bekränzt (Ov. a. a. 0. 469: at simul auritis violae demuntur asellis), sondern auch mit Halsketten aus Broten geschmückt (ebd. 347: quem tu, diva, memor de pane monilibus ornas). Vgl. das unten Fig. 23 abgebildete pompejanische Wandgemälde und Jahn BSGW 1861, 345 A. 205. Preller-Jordan Rom. Mythol. II 168. 1) Wohl die meisten Bäckereien hatten mehrere Mühlen; man vgl. Luc. und Apul. a. a. 0., die pompejanischen Bäckereien und Pomponius im cPistor' bei Non. 483, 27: nam plus quaesti facerem, quam quadrinas si höherem molas. Auch hier variierte die Größe der Mühlen; vgl. Apul. a. a. 0.: die sequenti molae, quae maxima videbatur, matutinus adstituor. 2) Thuc. VI 22. Demosth. a. a. 0. Dinarch. in Dem. 23. Lysias de caed. Erat. 18. Ath. IV 168 B. Luc. Tim. 23; Vit. auct. 27. Poll. VII 180; vgl. ebd. 19. Suid. s. Uvfrictg. Es ist ganz vereinzelt, wenn fivläv für die Mühle selbst gesagt ist, wie Suid. s. ävsvov oderEust. z. Od. XX 106 p. 1885, 19. Neben [ivläv findet sich ebenso häufig [ivlcov gebraucht. Nach Poll. I 80 sagte man dafür auch oh.og GtT07toux6g, lvcc pT] fivlwva ag ovx svcpr^iov dvo(id^a>^,£v. Phot. 279, 27 hat auch (ivXco&qov, önov alcpircc alsizca. In den Glossen kommt auch die Form ybvXmviov vor, neben pvlrnv, s. Corp. Gl. II 373, 65; IJJ 196, 41; 269, 69; vgl. 267, 70. Spätgr. sind [Lvlo6xcc6icc und [ivXoxotilov, vgl. Steph. Thes. 3) Sehr häufig bei den Komikern; vgl. sonst Varro 1. L. V 138. Cic. de or. 111, 46. Pall. r. r. 141 (42). Gell. a. a. 0. Auch femin. pistrina, nach Charis. 72 p. 90K. (55 P.) für die taberna des Müllers. Das Deminutiv ist pistrilla, Ter. Ad. 584. 4) Non. 63, 22: moletrina, a molendo, quod pistrinum dicimus. Cato in Ther- mum: 'nervo, carcere, moletrina'. Corp. Gl. V 651, 2. Molina, bei Amm. XVIII 8, 11, das sind aber Wassermühlen, s. Corp. Gl. III 358, 9; 505, 31. Spätlat. ist molarium, Corp. Gl. II 373, 65; molendinum. ebd. III 196, 41; 267, 70. Augustin. in ps. 132, 4 (XXXVII 1730 Migne); molinarium, Corp. Gl. EI 269, 69; molina ebd. 590, 66; 612, 18; 624, 31. Cassiod. inst. div. litt. 29 (LXX 1143 C Migne). 5) So bei Homer, so auch noch in Pompeji. 6) Die sonst vorkommenden Ausdrücke bezeichnen entweder speziell die Mühlen als Strafanstalten für Sklaven, wie £ävxiov, ^tjtqeIov, oder sie beziehen sich, wie älcpirslov, %ov§qüov usw. auf die Fabrikation bestimmter Mehl- oder Graupenarten. Vgl. Poll. IE 78; VII 19. Hes. s. £ävriov u. s. 7) Hes. s. h. v. Steph. Byz. s. MvXavria. Vgl. Tümpel bei Röscher H 3305. Preller-Robert Griech. Mythol. I 608.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21033286_0052.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)