Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner.
- Hugo Blümner
- Date:
- 1912
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Credit: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![cclelv1) oder molere2) nicht bloß die Tätigkeit des Drehenden, sondern auch die Arbeit der Mühle selbst bezeichnet, gerade so wie bei uns der Müller ebenso gut mahlt als die Mühle3). Neben cclelv ist alsxQSveiv4), aXrjd-eiv gebräuchlich5); häufig aber setzt man, namentlich im poet. Ge- brauch, auch die dadurch erzielte Wirkung, xpißeiv, Iscclvslv, eqsiksiv, xuxsqsCxsiv6), während andere Ausdrücke, wie ScIsvqotiolsIv u. dgl., sich auf Bereitung spezieller Mehlsorten beziehen. Die Mühle drehen heißt xrjv [ivXqv ötQZfpsiv, %£Qiü,yuv, TtSQLcpSQSLv, TtEQieXavvetv1), molam ver- sare, circumagere8)] sie anhalten {ivlrjv 6xf[6ai^ die mahlende Person selbst heißt wohl auch [ivkad-QÖg10), häufiger aber dlsrrjg11), und da in der Haushaltung die Arbeit meistens den Frauen zufiel, so ist alsxQig noch häufiger12); ohne Andeutung der eigentlichen Tätigkeit, aber in der Bedeutung gleich, findet sich oft y] öixonoLÖg13). Im Lat. gibt es dafür keinen besondern Ausdruck, da pistor alle die verschiedenen Tätigkeiten des Müllers und Bäckers in sich begreift; doch bedeutet pistrix wohl nur eine Mahlende, nicht eine Bäckerin14). Die Mühle selbst heißt, wenn 1) Häufig im Komposit. xktccUco, Hom. Od. XX 109. Her. IV 172. Hes. s. xazrilsücc. Frisch gemahlenes Mehl heißt bei Dem. XVIII 260 p. 314 vsijXara. 2) Dichterisch auch bloß frangere, Ov. fast. VI 381; med. fac. 58. Verg. Aen. I 179; Georg. I 267 u. s. 3) Wie z. B. in dem oben S. 32 A. 5 angeführten Müllerliedchen und in dem bekannten Sprichwort: öiph 9säv äXiova \vvXoi, äXiova 8s lenzd, Paroem. Gott. II 199, 8, vgl. Plut. de ser. num. vind. 3 p. 549 D. Sext. Emp. adv. math. I 13, 287 p. 665, 28 (Bekker). Orig. c. Cels. VIII 40. 4) Hom. Od. VII 104. Apoll. Soph. 114, 8. Hes. s. ccXetqsvovölv. Eust. z. Od. a. a. 0. p. 1571, 38: aXs&QSvsiv fisv, tö äXrj&siv %cci ccXsrbv noislv. 5) Hes. s. (irixuvccL Phryn. 151. Thom. Mag. 21, 14. B. A. 78, 32; vgl. Lo- beck z. Phryn. a. a. 0., woselbst noch andere Beispiele zu aXrj&co. 6) Arist. b. an. II 5 p. 501 b, 31: Xsaivstv wOtisq xgitivä. Poll. VII 180; ebd. ist zitiert Aristoph. im Amphiaraos und Vesp. 649. Doch wird man unter igsiKSiv weniger das eigentliche zermahlen, als das zerbrechen, zerschroten zu ver- stehen haben; iginrä bei Hippocr. H 776 (vgl. 769) ist weniger Gerstenmehl, als Gerstengraupe, wie iginlg bei Galen. Vgl. v,cc%Qvg xarrjQEiyiisvttg, Harpocr. s. vtQOKmvia. E. M. 387, 13. Eust. z. II. XIH 441 p. 941, 23: IlavGaviccg 8s yta) igsi- %tbv itvQov Xsysi röv ft?] eis ocXsvqcc aXrjXsa^tsvov, ccXX' coörs Svo §!■ svbg ysyovsvui, 6v av&QcoTtog %oivbg sl'noi av ä8gdXs6tov. 7) Poll. VII 180. Luc. a. a. 0. 8) luv. 8, 67. Gell. III 3, 14. 9) Hom. Od. XX 111. 10) Ath. XIV 619 B; vgl. Suid. s Ilv&sag. 11) Eust. z. Od. XX 106 p. 1885, 25; poetisch [LvXsgyäxr\g ävr\Q, A. P. VH 394, 1. 12) Hom. Od. XX 105 u. Eustath. a. a. 0. und p. 1571, 38 zu Od. VII 104. Cal- lim. hymn. Del. 242 u. frgm. 232. Ar. Lys. 644. A. P. IX 418, 1. Plut. ne suav. qu. viv. p. sec. Epic. 21 p. 1101 F: 7Kx%v6xEXi]g aXsrglg %gbg [LvXr\v Y.ivov\LSvr\. Hes. s. aXsTglSsg. Dafür findet sich auch iivXccHgLg bzw. (ivXaßgig, obschon dies Wort in der Regel einen in Mühlen häufig vorkommenden Käfer bezeichnet, Poll. VH 180; vgl. ebd. 19. Hes. s. ^vXccKQt,Ssg. Über tLvXco&Qig vgl. oben S. 37 A. 4. 13) Her. III 150. Thuc. II 78, 3. Xen. Oec. 10, 10. Theophr. char. 4; ö gixo- itoiög bei Thuc. VI 22, 1. 14) Varro 1. L. V 138; vgl. Corp. Gl. H 151, 21. pistrix nfjtog kcci ccQXOTtovog.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21033286_0054.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)