Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner.
- Hugo Blümner
- Date:
- 1912
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Credit: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Sieben des feinsten Mehles (der yvQig, s. S. 53) das yvQLörrJQLOv1). Bei den Römern unterschied man cribra excussoria und cribra pollinaria, beide von Leinwand und angeblich in Spanien erfunden, letztere für das feine Mehl (pottis) bestimmt; daneben hatte man Siebe aus Pferdehaaren, welche Gallien, und solche aus Papyriis und Binsen, die Ägypten fabri- zierte2). Auf mehreren der oben abgebildeten Reliefs ist das Sieben des Mehles dargestellt. Am Denkmal des Eurysaces sind zwei Arbeiter in kurzer Tunika, die an einem Tisch stehen, damit beschäftigt, kreisrunde Siebe zu schütteln; am Bologneser Relief (S.44 Fig. 19) zeigt das Fragment unten rechts einen Sklaven im Lendenschurz, der ein großes Sieb von kreisrunder Form, das er mit beiden Händen am Rande gepackt hält, in vertikaler Lage über einem Bottich oder dgl. auszuleeren scheint. Dieselbe Gestalt hat ein Sieb, das sich auf der Traianssäule findet3), während das Sieb, das sich unter den Müllergeräten befindet4), die auf dem oben erwähnten Sarkophag (S. 42 Fig. 17 b) abgebildet sind, eine et- was abweichende Form hat. Diejenigen Getreidesorten, welche am häufigsten bei den Grie- chen angebaut wurden, waren Gerste und Weizen5), und die daraus bereiteten Mehle, schon in alter Zeit gern beisammen genannt, heißen ukqiixa und alevQa, oder, wie sie Homer oft vereinigt nennt, alfpita xal dXsiara6). AXtpirov wird allerdings später auch allgemein für Mehl ge- denen andern Deutungen, die er gibt, hervor. Als gleichbedeutend führt ein andrer Schol. z. d. St. KOOKivoyvgoc: an. Vgl. sonst Poll. X 114. Hes. s. xr\Xia' 7tSQicp£Q£Lcc kogkLvov. B. A. 382, 24 s. aXevQotrjßig' oi dh xr\Xiav avxb KaXovöiv, }-vioi dh Kai xr\liav 6vo[id£ov6L kcci koökivov. Das Wort scheint daher ursprünglich nur den Siebrand bedeutet und erst später die allgemeinere Bedeutung erhalten zu haben. 1) Spätgr., s. Corp. Gl. II 265, 51; III 197, 48; 269, 64; es entspricht dem lat. cribrum pollinarium. 2) Plin. XVIII 108: cribrorum genera Galliae saetis equor'um invenere, Hi- spaniae Uno excussoria et pollinaria, Aegyptus papyro atque iunco. Ein cribrum pollinarium wird bei Plaut. Poen. 513 ( erwähnt. Corp. Gl. n 265, 51: pollinare cribrum, yvQLaxrjgiov kookivov; vgl. III 197, 48; 269, 64. Außerdem findet sich die Benennung incerniculum, vgl. Cato r. r. 13. Plin. VIII 175; hingegen liest man bei Lucil. b. Non. 88, 26 cribrum in cerniculum. 3) Fröhner Col. Trajane pl. 36. 4) Uksvt} (ivlco&QLKd, Plut. conv. VII sap. 16 p. 159 D. Vgl. Plut. Ant. 45: ta Ttgbg aXsxov 6K£vr\. 5) Hermann-Blümner Gr. Privataltert. 217 A 5. 6) Hom. Od. XX 108; vgl. ebd. Eust. p. 1855, 11: äXsiag xb anb nvg&v aXev- gov, KadärtSQ aXcpixov xb anb Kgiftfjg. Her. VII 119: äXsvgd xs Kai aXtpixa inoievv. Plat. rep. II 372 B: £k \lsv x&v kql&wv aXcpixa 6KSva£6[iEvoi, §k dh xöbv tivq&v aXsvga; ders. Epinom. 475B. Xen. Cyrup. V 2, 5. Dafür sagt Rhinth. b. Ath. XI 500 F: Ktt&agwv x'aXr]xcov n'aXcpixcov. Vgl. Eust. z. Od. II 290 p. 1446, 55: öo- ksI dh xb aXcpixov svxsXiaxsgov aXsvgov slvat. 4*](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21033286_0069.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)