Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner.
- Hugo Blümner
- Date:
- 1912
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Credit: Technologie und Terminologie der Gewerbe und Künste bei Griechen und Römern / von Hugo Blümner. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![die Mittelsorte heißt beim triticum oder robur shnila1) oder similago2), der griech. ös^iCdaXvg entsprechend3), bei der siligo gleichfalls siligo*), der keine griech. Bezeichnung entspricht5); die grobe Sorte, die sich er- gab, wenn nach Ausscheiden der feineren Sorten der Rest durch das Kleiensieb ging, heißt ohne Unterschied der Weizenart secundarium oder cibarium6). Abgesehen vom Sieben kam es bei der Herstellung der verschiedenen Mehlsorten natürlich auch auf das Stellen der Mühle an, daneben auch auf die Art des Mahlens, indem z. B. trocken ge- mahlener Weizen mehr Mehl gab, mit Salzwasser angefeuchteter da- gegen zwar weißeres Mehl, dafür aber mehr Kleie7). Was die Gerste (zgid-tf, hordeum) anlangt, so kennt man bei ihr zwar auch verschiedene Arten8), aber beim Gerstenmehl unterschied man nur das gröbere älcpitovd) vom feineren, das jtdXrj10), xdlrjua11), ixalr\- (idtiov12), rtccijtalr}1*) genannt wurde. Doch bezeichnen diese Ausdrücke später ebenso verallgemeinert feines Mehl überhaupt, wie das Wort, mit dem sie öfters erklärt werden, öTtoöog, „Staubmehl14), und wie im Lat. pollis verallgemeinerte Bedeutung bekommt. Im Lat. wird nur im all- gemeinen die farina hordeacea von der farina triticea unterschieden15). Was die beim Mahlen und Sieben entstehenden Abfälle anlangt, so ist 1) Cels. II 18 u. 30. Mart. XIII 10. 2) Cato 75. Plin. XVIII 82; ebd. 89 f.; XXVII 82; XXIX 70. 3) Corp. Gl. VII 268. 4) Plin. XVIII 86 f. Cels. II 18. luv. 5, 70; 6, 472. 5) Gräzisiert heißt sie Gillyviov, Corp. Gl. II 431, 36; 495, 39; oder 6iXiyvig, ffl 314, 2; vgl. III 14, 26. 6) Plin. XVIII 87 u. 89. 7) Plin. XVIII 87: molae discrimine hoc constat. nam quae sicca möluntur, plus farinae reddunt, quae salsa aqua sparsa, candidiorem medidlam, verum plus retinent in furfure. 8) Theophr. h. pl. VIII 4, 2. Colum. II 9, 14 ff. Plin. XVIII 61. 9) Das beste Gerstenmehl kam von Eresos auf Lesbos, nach Archestr. b. Atb. III 111 F, vgl. Conze Reise auf d. Insel Lesbos 27. 10) Hippocr. II 691; 783 u. ö., vgl. Erotian. 111, 9: ndlr] l&ysxui xb levx.6- xccxov v.cc.1 Isnxötaxov xov aXcpixov. Ael. Dion. b. Eust. z. II. XII 168 p. 898, 7. He- sych. s. Tcdlriv dXsvgw Kai öitoSos' xb Xs7tt6rurov xov ccXsvqov, wobei aXsvgov schon überhaupt Mehl bedeutet; ebd. s. v. yvQig. 11) Poll. VII 21; Nicand. AI. 551 (aber von Kichererbsen). Hesych. s. h. v. 12) Aristoph. b. Poll. VI 62. Hes. s. h. v. Eustath. a. a. O. 13) Arist. Nub. 262. Polyaen. strat. IV 3, 22: Tta.ntdlr\g i£ alyLxav nsTtoir]- lisvr\g. Galen. XIV 409. Hesych. s. h. v. 14) Hesych. an den angef. Stellen. 15) Cato 157, 5. Varro r. r. XI 5, 27. Pallad. 1 29, 4. Plin. XXIV 97; XXVII 97; XXX 75 u. ö., da es eine gewöhnliche Zutat für Pflaster u. dgl. ist, s. auch Scrib. Larg. comp. 160; 225. Als far hordaceum Colum. VIII 11, 14, da far auch Schrotmehl bedeutet, und ebenso far triticeum, ebd. VIII 5, 23.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21033286_0072.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)