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Credit: Lehrbuch der physiologischen Chemie. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Fermente und Enzyme. - Tiistcariii Glycerin Stearinsäure Die im Thierkörper vorhiufeiideii hydrolytischoii 8i)Jiltuiig.svor<j;ängc können ij|,q'jI^;;,. in der Regel auch iiusserlialh dcs.sell)en durch liühere 'l'enipenituren, sei es mit '.^^,4'^' oder ohne gleielizeitige Einwirkung von Säuren, bezw. Alkalien, zu Stande ge- braclil werden. Es kann also, wenn wir uns an die beiden genannten Beispiele halten, die Stärke durch Kochen mit verdünnter Säure in Zucker übcrgeiuhrt werden und es kann das Fett durch Erhitzen jnit Alkalilauge oder durch Ein- wirkung von überhitzten Wasserdämpfeu in Fettsäure und Glycerin sich sj)alten. Diejenigen Temperaturen oder chemischen Reagentien, welcher man hierbei sich bedient, würden jedoch, auf den Thierkörper angewen<let, dessen augenblicklichen Tod herbeiführen. Dem thierischen Organismus müssen demnach andere, diesen Agentien ähnlich wirkende Mittel zur Verfügung stehen, durch welche die frag- lichen Prozesse ohne Gefahr für'das Leben und die normale Zusammensetzung der Gewebe durchgeführt werden können. Solche Mittel hat man in den so- genannten imgeforviten Fermenten oder Enzymen kenneu gelernt. Die Alkoholgährung wie auch andere Gähruugs- und Fäulnissvorgänge sind an die Gegenwart von lebenden Organismen, Gähruugspilzen und Spalt- ])ilzen verschiedener Art, gebunden und, der gewöhnlichen, auf den Untersuch- ungen von Pasteur gegründeten Ansicht gemäss, sind diese Vorgänge als Lebeus- äusseruugen dieser Organismen aufzufassen. Solchen Mikroorganismen, in erster Linie dem gewöhnlichen Hefepilze, hat man den Namen organisirte Fermente Fonnonto. oder schlechthin Fermente gegeben. Denselben Namen hat man indessen auch gewissen, ihrer Natur nach unbekannten Stoffen oder Gemengen von Stoßen organischer Herkunft gegeben, welche Produkte der chemischen Arbeit inner- halb der Zelle sind, und von denen, nachdem sie von der Zelle getrennt worden, schon äusserst geringfügige Mengen im Stande sind, höchst bedeutende Mengen von anderen Stoffen umzusetzen oder zu zerspalten, ohne dabei eine bleibende chemische Verbindung, sei es mit der in Zersetzung begriffenen Substanz oder mit irgend einem ihrer Spaltungs- oder Umwandlungsprodukte, einzugehen. Solche Fermente sind beispielsweise die Malzdiastase und die bei der Verdauung be- theiligten, von verschiedenen Drüsen abgesonderten Fermente. Diese, nicht organisirten oder umjeformten Fermente werden nunmehr allgemein mit dem von Kühne eingeführten Namen Enzyme bezeichnet. Enzyme. Ein Ferment im engeren Sinne ist somit ein lebendes Wesen, ein Enzym dagegen ein Produkt der chemischen Vorgänge in der Zelle, ein Produkt, welches die Zelle überleben und von ihr getrennt noch wirken kann. Die Spaltung des Invertzuckers in Kohlensäure und Alkohol bei der Gähruug ist also ein fermentativer Prozess, mit dem Leben des Hefepilzes eng verbunden. Die der Gährung vorangehende Livertirung des Rohrzuckers ist dagegen ein enzymati- scher Prozess, welcher von einem, in dem Pilze gebildeten Stoffe oder Gemenge von Stoffen, welches von dem Pilze getrennt werden und nach dem Tode des letzteren noch wirksam sein kann, vermittelt wird. In Uebereinstimmung hier-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21219928_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)