Lehrbuch der Arzneimittellehre : mit gleichmässiger Berücksichtigung der österreichischen und deutschen Pharmacopoe / bearbeitet von W. Bernatzik und A.E. Vogl.
- Date:
- 1886
Licence: Public Domain Mark
Credit: Lehrbuch der Arzneimittellehre : mit gleichmässiger Berücksichtigung der österreichischen und deutschen Pharmacopoe / bearbeitet von W. Bernatzik und A.E. Vogl. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
67/856
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![im Hause des Kranken vorgenommen wird, therapeutisch aiig'e- wendet wevden. Selbstverstandlicli diirfen Mittel von hervorragender Wirksamkeit, wie auch seiche, deren Zubereitung uud Dosirung eine besondere Sorgfalt erbeischt, in dieser Form nicht verordnet warden. Die aus der Apotheke bezogenen Species werdeu infimdirt (Species ad infusum theiforme, pag. 80, 106) oder abgekocht (Species ad decoctum lignorum, pag. 482) und tassenweise genommen, oder zn Fomentationen, Einspritzungen, Klystieren, Mund- und Gurgelwassern (pag. 80), in Form von Cataplasmen und Bahungen, wie audi trocken zu Krauterkissen, Eaucberungen u. dergl. verwendet. Die Verordnung von Species bat den Vorzug der Kostenersparniss rind eignet sicb besonders fiir cbroniscbe Krankbeiten, wenn bestimmte Mittel durch langere Zeit, zumal extern gebrauclit werden miissen. Bei Veischreibimg von Species fiihrt man die sie zusammen- setzenden Ingredienzen der Reihe nach mit Angabe ihrer Gewiclits- mengen an und lasst hieraiif die Anordnung ihrer Zerkleinerungs- nnd Mischimgsweise folgen (Rp. 74—76). Sollen sie in Einzel- gaben dispensirt werden, so zeigt man dies besonders an (Rp. 77). Da die Anweisung zum Gebrauclie der Species miindlich erfolgt, so beschrankt sich die Signatur gewohnlich anf eine kurz ge- haltene Bezeichnung der Species oder Angabe ibrer Verwendung. Offic. sind Spec, aromaticae. emoUientes, laxantes et pectorales Ph. A. et Germ., Spec. Althaeae Ph. A. und Spec, lignorum Ph. Germ. Beispiele: 74. Ep. Ead. Ononidis 30'0, Herb. Spartii scop. 20'0, Fruct. Juniperi lO'O. Concisa et contusa misce. Da in cbarta. S. Nacb Bericbt. (Die Halfte, mit ] Lit. Wasser beiss aufzugiessen, und die Colatur wabrend des Tages tassen- weise zu nebmen; bei Hydrops.) 75. Ep. Flor. Chamomillae vulg., Fol. Althaeae ana lO'O, Capit. Papaver. 5'0. Concisa misce in Species. Da in charta. S. Nach miindlicber Mittheilung. (Die Halfte, mit V4 Lit. kocbendem Wasser aufgegossen, colirt zum krampfstillen- den Klystier.) 76. Ep. Flor. Cbamomill. vulg. — Sambuci singul. in pulv. rudi 20 0, Camphorae c. Spir. V. trit. 5'0. Misce. F. Species. D. S. Species zu Krauterkissen. 77. Ep. Fol. Uvae ursi GO'O, Flor. Aurantii 15'0. M. et divide in part. Nr. 6. Da in chartis. S. s. n. (Den Inbalt eines Paquets mit '/a Lit. kocbendem Wasser aufge- gossen, als Thee wabrend des Tages tassenweise zu verbraucben.) (Bei cbron. Pyelitis,Blasenkatarrben etc.) 2. Pulver, Pulvis (Pulvis compositus). Mischungen pul- verig zertheilter Arzneisubstanzen, die entweder als Ganzes oder inDosen getheilt, verordnet werden, pflegtmanschlechtweg Pulver zu nennen. Das Ueberfiibren fester arznellicber Substanzen in Pulverform geschieht durch Stossen oder Verreiben im Morser, im Grossen durcb Vermablen, bei mancben Mitteln durch Foil en (Ferrum, Staunum), Rasp el n (Lignum Guajaci) oder leicbtes Zerreiben in einem engmascbigen Siebe (Magn3sia).](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21924405_0067.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)