Einleitung in die Mythologie auf dem Standpunkte der Naturwissenschaft / von J.S.C. Schweigger ... : ein Anhang zu der in den Jahren 1824-1828 erschienenen Zeitschrift des Vereins für Verbreitung von Naturkenntniss und hörerer Wahrheit : mit zwei Kupfertafeln.
- Johann Schweigger
- Date:
- 1836
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Credit: Einleitung in die Mythologie auf dem Standpunkte der Naturwissenschaft / von J.S.C. Schweigger ... : ein Anhang zu der in den Jahren 1824-1828 erschienenen Zeitschrift des Vereins für Verbreitung von Naturkenntniss und hörerer Wahrheit : mit zwei Kupfertafeln. Source: Wellcome Collection.
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![stille vor Stürmen einherging, reicht man also hier nicht aus; vielmehr mag man sich veranlafst fühlen, dieser gefährlichen Sturm verkündenden Wind- stille künftighin auch von physikalischer Seite mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ganz unbegreiflich aber ist, was in den Ann. de Chim, et de Phys. von 1822. oder B. 21. S. 402. aus einem in Catania von Gemmelaro geführten meteorologischen Tagebuche mitgetheilt wird, in der Art dafs die Herausgeber sagen, sie wagten es kaum anzuführen so sonderbar sey es: „am 2, Jun, 1814 wurde die Luft bei Catania so klingend, dafs durch die blofse Bewegung der Finger ein leises Tönen (des esp&ces de sifllemens) entstand, welches bis auf einen gewissen Punkt sogar modulirt werden konnte.“ Meine Aufmerksam- keit auf solche isolirt stehende Wahrnehmungen wurde durch eine Beobach- tung Seebeck's erregt, welcher bei thermoelektrischen Versuchen öfters Klänge hörte, wobei plötzliche Erhöhung, oder Verminderung der elektromagnetischen Kraft eintrat. Nun aber bietet freilich das 8, 276 f. Mitgetheilte eine einfache Erklärung dieser merkwürdigen mit Recht für Seebeck überraschenden Er- scheinung dar, indem man die Klänge von Zerreilsung der Theile und die Erhöhung oder Verminderung der elektromagnetischen Kraft von krystallelek- trischen mit dem Lofsreilsen kleiner Theile zusammenhängenden Strömun- gen ableiten wird. — — |] Kastorisches Lied s. Plutarch’s Lysander 22. || Seneca quaest. nat. I. 1. u. Köler’s Anm. in dessen Ausgabe. Vorzüglich über- sehe man nicht dafs Aegis u. die nachher 8. 351. erwähnte Chimaera gleich- bedeutende Worte sind. Die auf der Insel des Achilles einsam weidenden Ziegen (S. 329.) erschienen nun bedeutungsvoller. Auch folgendes Meteorolo- gische verdient Berücksichtigung. Lydus de ostentis sagt c. 44. S. 171 in Ha- se's erster Ausgabe aus Codicibus Paris 1822: „,Verschieden und keinesweges gleichartig ist die Natur der Blitze. Einige nennt das Alterthum rauchende, an- dere weifse, plötzlich hervorbrechende (onnrtovs) zündende (nonotnoes). Denn nicht alle haben gleiche Wirkung. Einige kehren zu den zerrissenen Wolken: wieder zurück, aus denen sie hervorbrachen. Die zündenden werden Prester genannt, die nicht zündenden T'yphon und die noch schwächeren Eknephiä. Aber auyıdes (d. h. Ziegen) werden die als Feuerkugel kommenden genannt (ayıdes Aeyorres 06 &v OVoTgogyN 7IVOOS yepousvor). Daher gibt die Mythe dem-Jupiter eine Aegis. “ — — || Diodor v. Sicilien II. c. 69. wo noch dazu erzählt wird, dafs diese feuerspeiende Aegis zuerst in Phrygien zum Vorschein kam, das Land verbrennend, das, wie Diodor beifügt, noch jetzt das ausge- brannte Phrygien (Katakekaumene) heilst. Strabo XU. c. 7. $. 17. 18. p. 579, leitet diese Benennung von den Verwüstungen her, welche durch Feuer und Wasser bei Erdbeben in dem ganz ausgehöhlten Boden dieses Landes angerich- tet wurden ; zugleich giebt er zu verstehen ($. 19.) dafs eben diese furchtbaren Naturerseheinungen Veranlassung gaben, auch einige den Typhon betreflenden Fabeln hieher zu verlegen. 355. Aelian var, hist. XIII. c. 14 u. 19. || Philostratus imaginum liber II. 6. 2. 8. 812. beschreibt das Kleid, welches Achilles, als Knabe, auf einem alten Bilde trug mit folgenden Worten : ‚das Gewand womit er umhüllt, hat er, glaub’ ich, von der Mutter; denn es ist schön, mit Meerpurpur getränkt, feuerfarbig ins Blaue spielend (9) Zhauvs 1jv auneyerat, TED INS WTEOS, Orucız za yao za @ALTTOOPVOOS Ze NVORVYNS, ESAALATTOVER TovV zvarn &vaı). || Busta- thius sagt gleich zu Anfang seiner Anmerkungen zum ersten Gesang der Iliade:](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b3309505x_0386.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)