Parasitologische Untersuchungen bezüglich auf die pflanzlichen Organismen bei Masern, Hungertyphus, Darmtyphus, Blattern, Kuhpocken, Schafpocken, Cholera nostras, etc. / von Ernst Hallier.
- Date:
- 1868
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Credit: Parasitologische Untersuchungen bezüglich auf die pflanzlichen Organismen bei Masern, Hungertyphus, Darmtyphus, Blattern, Kuhpocken, Schafpocken, Cholera nostras, etc. / von Ernst Hallier. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Pycnidm (Taf.II. Fig. 7) zu erziehen. Es gelang nur dann, wenn der Micrococcus erst längere Zeit auf einem sticksoffi-eichen Substrat (Eiweise) cultivirt und dann auf die Citrone übertragen Avurde. Während die Infection mit dem Kuhpockenpilz wahrscheinlich der aus Ustilago carbo Tul. hervorgehenden Torula rufescens Fres. zuzu- schreiben ist, deren Micrococcus sich so häufig in der Milch und selbst im Colostrum findet, geht die Infection mit dem Blatternpilz wahrschein- lich von demjenigen Micrococcus aus, welchen die stets in Begleitung der Pycniden auftretenden Schizosporcmgien [Sporidesmium-Stemphylium] ent- wickeln 1). Dieses Resultat ist deswegen offenbar von grosser praktischer Be- deutung, weil es vielleicht auf die allereinfachste Weise die Wirkung der Vaccination erklärt, denn wenn Kuhpocken und Menschenblattern von einem und demselben Pilz erzeugt werden, so heisst der Blatternschutz nichts Anderes, als dass die Impfung mit der Krankheit gegen die Krank- heit schütze, vorausgesetzt nämlich, dass der Micrococcus das Contagium sei. Das ganze Geheimniss der Yaccination würde sich also auf den Satz reduciren, dass man die Blattern nicht leicht zum zweiten Mal erhält. V. Der pflaiizliclie Organismus der 9Iascrii. Das Material zu dieser Arbeit verdanke ich der Güte des Herrn Hof- rath Professor Dr. Gebhardt und seines Assistenten, des Herrn Dr. Schneider, welche mir dasselbe aus der hiesigen Klinik mit grosser Be- reitwilligkeit zur Verfügung stellten. Am 3. Februar 1868 erhielt ich die Sputa, am 4ten das Blut eines Masernkranken. Die Voruntersuchung zeigte in den Sputis einen zarten Micrococcits in grosser Menge und ausserdem Sporen oder sporenähnliche Pilzzellen, zum Theil kugelig, zumTheil länglich, von der Grösse einer Pe?iicillium- Spore und gi-össer. Natürlich liess sich eine Bestimmung dieser farblosen Sporen und des ebenfalls farblosen Micrococcus nicht vornehmen. Pilz- zellen und Micrococcus finden sich immer in den Sputis, wenn auch nicht immer in so grosser Menge. Weit Avichtiger erschien es, dass das ganz frisch untersuchte Blut einen ähnlichen sehr kleinzelligen Micrococcus, wenn auch in weit gerin- gerer Menge, enthielt. Angestellte Culturen ergaben Folgendes: 1) Vgl. meine ,,pflanzl. Parasiten Taf. IV. Figg. 1—IS, ausserdem meine „Phy- topathologie Figg. 1—39.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21959158_0047.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)