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Credit: Zur Casuistik der Gaumenschüsse / von A. Koehler. Source: Wellcome Collection.
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![her und nachher, zeigten sich Sugillationen am Bulbus oder an den Lidern f)ie Erscheinungen an der Bindehaut fingen mit der Protrusion an, zuerst Lbte Röthung° und oberflächliche Gefässerweiterung, dann bildete sich in 6 Tagen starke Chemosis, so dass aus dem oben erwähnten offenen Quei- snalt ein dicker leicht blutender Wulst hervorsah. Durch Scarificationen und Druckverband, unter welchem beide Lider durch Pflasterstreifen über den Wulst zusammengezogen wurden, gelang es, diese Stauungserscheinun- gen in Schranken zu halten und in einigen Wochen zu mildern. Line Pulsation des Augapfels wurde erst am 7. Juli, 1 Monat nach der Ver- letzung entdeckt; anfangs schwach, nach einigen Tagen deutlicher, eine Zeit lang sogar sichtbar, war sie fast 3 Monate lang auf den Bulbus be- schränkt, d. h. zwischen ihm und oberem resp. unterem Orbitalrand war, auch nicht an der Innenseite, etwas Pulsirendes zu fühlen (s. u. S. 404). Patient hatte selbst eine Veränderung bemerkt; er klagte darüber, dass das Sausen im Kopfe immer schlimmer werde; „es klänge, als ob eine tiefe Saite der Bassgeige gestrichen würde“. Druck auf die linke Carotis brachte die subjectiven Erscheinungen sofort zum Verschwinden. Nachlassen durfte dieser Druck aber nur ganz allmählich, weil Patient sonst heftige Schmerzen im Kopfe hatte, „als ob er platzen müsse“. Mit dem Stethoskop hörte man über dem Auge und über dem ganzen Schädel ein lautes, blasendes, systolisches Geräusch, langgezogen, aber nicht continuirlich; dies auch nicht auf und dicht über dem Auge; Patient selbst fühlte Beides; ein fort- währendes Sausen und stossweise Geräusche. Bei Compression der Carotis communis wurden die Geräusche wohl schwächer, aber verschwanden nicht; auch bei längerer Untersuchung keine musikalischen Geräusche; kein Pfeifen (Piaulement).]) Die beim ersten Auftreten von Erscheinungen am Auge vorgenommene nähere functioneile und ophthalmoskopische Untersuchung er- gab für das rechte Auge normale Verhältnisse (Emmetr., S 15/20 kaum wegen kleiner Hornhauttrübungen), das linke Auge, welches angeblich immer „viel schlechter“ gewesen war, als das rechte, hatte mit mittleren Concavgläsern S 15/ioo bei diffusen Hornhauttrübungen. Gesichtsfeld frei (nur mit Hand- bewegungen und Fingerzählen bei heller und herabgesetzter Beleuchtung untersucht). Brechende Medien klar, keine Glaskörpertrübungen. Augen- hintergrund bietet Stauungserscheinungen (enge Arterien, weite, geschlängelte „schwarze“ Venen, keine Stauungspapille). Pulsirende Erscheinungen waren an den Gefässen der Papille auch später, nach dem Auftreten des pulsiren- den Exophthalmus, nicht zu finden; Compression der Carotis comm. hatte auf die Gefässverhältnisse im Bulbus keinen Einfluss.1 2) Bei Fingerdruck auf den Augapfel sah man wohl schwachen Venenpuls auf der Papille, aber keine Arterienpulsation (Verschiebung oder Erweiterung) auftreten.3) Durch unregelmässigen Astigmatismus waren diese Untersuchungen sehr erschwert; es war z. B. kaum möglich, ein ganz deutliches aufrechtes Bild zu bekom- men; der Augenhintergrund „tanzte“ in höchst unregelmässiger, bunter Weise. Die Papille zeigte ausserdem tiefe (physiologische) Excavation und 1) Sattler 1. c. S. 750 u. 897. Vergl. auch den Fall Gayet (Tabelle Nr. 8). 2) Vergl. Walker bei Sattler 1. c. S. 751 u. 900. 3) Vergl. Helferich, Ueber Arterienpuls der Netzhaut, Festschrift zur 3. Sä- cularfeier Würzburgs. S. 150, und Sattler 1. c. S. S95. (Leipzig 1S82.)](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22443307_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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