Die Verletzungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks / von W. Wagner und P. Stolper.
- Wagner, Wilhelm, 1848-1900.
- Date:
- 1898
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Credit: Die Verletzungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks / von W. Wagner und P. Stolper. Source: Wellcome Collection.
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![Narbenbildung in den Weichtheil en. hat Aus den Abbildungen anatomischer Präparate, wie wir sie oben gegeben haben, geht hervor, in wie verschiedenem Grade diese diei Lactoien jeweils m Frage kommen. Aber wir dürfen nmi • viertes Moment nicht unberücksichtigt lassen welches ebenfflk ' ““ Rolle bei der endgütigen Configuration des [iS ist (lei Heilungsprocess m den um gebenden Weichtheilen n haben ihrer bereits bei den Besprechungen der Contusionen und Distorsionen Erwähnung thun müssen. Wir haben dort darauf hinge wiesen, wie die Streckmuskeln bei Nichtentlastung angeknickter TWrbel koiper diese Entlastung übernehmen. Bei voll ause-phildpfmi r1 pressionsfracturen bleibt, das darf man annehmen,‘^fSklewet nicht immer intact Zerreissungen zahlreicher Muskelfasern manch- ma ganzer Muskeln, mögen im Augenblick maximaler Beugung des 7° d°Te?fl.Dnne^en erleiden die Gewebe zwischen der gespannten Haut und Blickflache der Wirbel über der Spitze des mckungswinkels eine starke Quetschung. Fragmentspitzen durch stechen die nachbarlichen Weichtheile. Kurzüm^^ WhL]fr«cfIrrfr 16 geeignet sind in der Nachbarschaft dner Wiibeifiacturstelie Schädigungen zu setzen, die schliesslich alle auf aibenbildung hinauslaufen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ein Theil der subjektiven Beschwerden von Unfallpatienten auf diese Vor- gänge zuruckzuführen ist. Wie viel glaubwürdige Leute mit alten Fracturen des Ober- oder Unterschenkels versichern uns, dass sie jeden dl-f pit ngrmSfl 1 a ITr lhrer 1Bruchstelle fühlen. Warum sollten wir er Patienten ihre Blagen nicht glauben, wenn eine solche Verletzung an dem viol complicirteren Wirbelstabe vorliegt. Wenn wir erwägen we c e Zeit clei’ Ablauf der de- und regenerativen Processe dauert! so ubeirascht es uns auch nicht, wenn wir über Jahre diese Klagen hören und wenn wir einen gelegentlichen Nachlass und nach längerem Intervall eine Steigerung des Schmerzes beobachten. g Aber auch zu der Versteifung des Kückens mögen diese Processe nicht unwesentlichl beitragen, indem das Narbengewebe schrumpft und so veischiebhche Theile gegen einander fixirt. Diese narbigen Pro- cesse aussern sich klinisch m einer oft brettharten Consistenz und in i em Schwund der normalerweise weichen, wenn auch nicht sehr dicken Bedeckung der Hinterfläche des Bückgrats. Zuweilen fühlt HnrnfbeiSOnfderr Um die. muldenartige Vertiefung, in der die lumbalen DornfOltsatze liegen, eine ungewöhnlich straffe Spannung des beider- eitigen Muskelwulstes. Ob diese Spannung reflectorisch ist in Folge primären Schmerzes oder auf mechanischen Ursachen beruht, lässt sich nicht leicht sagen. Die Beurteilung der Bückenschmerzen bei Unfallverletzten is a ei auch deshalb schwer, weil erfahrungsgemäss auch andere Schmer- zen vieltach im Bücken localisirt werden. Head hat insbesondere fest- ges eilt dass ähnlich wie Patienten mit Angina pectoris Schmerzen im m ven Aim, solche mit Gallenkoliken Schmerzen im rechten Arm em- p nden, Gastropathieen, Affectionen des Darmcanals, der Blase, der iNieren in bestimmten Zonen am Bücken gefühlt werden. Nun'sind a er gar nicht selten die Unfälle dieser Verletzten derart, dass wir eine Pasion innerer Organe durchaus nicht ausschliessen können. Es stellen sich also dem gewissenhaften Gutachter grosse](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28056632_0564.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


