Studien über segmentale Schmerzgefühlsstörungen an Tabetischen und Epileptischen / von L.J.J. Muskens.
- Muskens, Louis Jacob Josef, 1872-1937.
- Date:
- [1903?]
Licence: In copyright
Credit: Studien über segmentale Schmerzgefühlsstörungen an Tabetischen und Epileptischen / von L.J.J. Muskens. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
30/84
![Flüche der Ohren, durchquert regelmässig die Fossa und geht ziemlich genau entlang dem unteren Unterkieferrande ^). Die folgenden Notizen sind aus den Krankengeschichten von 44 nicht ausgesuchten Patienten, welche während kürzerer oder längerer Zeit unter meiner Beobachtung standen, genommen worden. Die Epi- leptiker kamen in der angegebenen Reihenfolge zur Beobachtung, zum Thoil im National - Hospital in London, zum Theil in der Irren-Anstalt im Haag. Die bei diesen Menschen gefundene]i Abweichungen, nämlich ob und welche .segmentalen Felder hyp- resp. analgetisch angetroffen werden, findet man in der 5. Spalte möglichst kurz angegeben. Die ersten 29 Fälle aus den Krankengeschichten, welche ich genannten Daten ent- nehme, gehören zum Londoner Material und sind in so weit ausgesucht, als bei diesen Epileptischen die psychischen Störungen weniger in den Vordergrund traten. Von den 27 Epileptischen (6 und 27 sind nicht epileptisch) wurden bei wenigstens 19 bei sorgfältiger Untersuchung nach dem Schmerzsinne positive Resultate erreicht. Von den 15 Anstaltsepileptischen gaben 14 positive Resultate in dieser Hinsicht. Abgesehen von den Gefühlsstörungen in den Segmentalfeldern traf ich G Fälle mit Gefühlsstönmgen anderen Ursprungs (11, 13, 36, 38, 41, 43). 11 und 36 zeigen Hemianalgesie der linken Körperhälfte; der Ur- sprung dieser beiden Hemianalgesien ist jedoch grundverschieden. 11 leidet an Anfällen, welche ganz bestimmt als echte allgemeine epilep- tische Zufälle anfangen, jedoch mit Are de cercle und klappenden Bewegungen der Hände enden, so dass hier der Name llystero-Epilepsie angebracht ist; die linksseitige Hemianalgesie ist aller Wahrscheinlichkeit nach auch functioneller Natur. Die Zwangsbewegungen von Kopf und Augen im Anfang des Anfalles geschehen noch rechts; der entladende Focus ist deshalb wahrscheinlich in der linken Hemisphäre. Mit einer organischen Läsion würde deshalb auch eine organische Hemianalgesie an der linken Körperhälfte kaum übereinstim- men. Die Hemianalgesie dagegen von No. 36 ist constant da und unzweifel- haft organischer Natur. Dort finden wir, einer localen Läsion der rechten Hemisphäre in der frühesten Jugend zufolge, ein zurückbleibendes Wachsthum Sherrington hat mich brieflich benachrichtigt, dass er an Affen zu gleicher Ansicht gelangt ist, womit der früher von mir aus klinischer Beobachtung (6) gezogene Schluss als an zwei Thierarten physiologisch erhärtet erachtet wer- den kann. 1) Dr. Mott theilte mir mündlich mit, dass er eine ähnliche Linie öfters bei Paralytikern als obere Grenze gefunden hat, was ich bestätigen kann.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22386051_0032.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


