Volume 2
Handbuch der allgemeinen pathologischen Anatomie / von Dr. August Foerster.
- August Förster
- Date:
- 1855
Licence: Public Domain Mark
Credit: Handbuch der allgemeinen pathologischen Anatomie / von Dr. August Foerster. Source: Wellcome Collection.
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![got heilten halle waren die Haare abwechselnd weiss und braun gerin- gelt, jeder Hing hatte kaum */•-iU Länge. ferner wurden beobachtet: Spaltungen der Haare an der Spitze 0('ei t,n ‘*ne,‘ Hasis, so dass sie wie verästelt aussehen, knotige An- sci\\ellungen, Rauhigkeiten der Haare, — abnorme Kräuselung und Verfilzung derselben. Unter die letztgenannte Veränderung gehört auch der berüchtigte VVeichselzopf, Plica polonica, Trichoma. Derselbe findet sich haupt- sächlich in den von Polen bewohnten Ländern und ist das Product eines merkwürdigen Aberglaubens; der gemeine Mann in jenen Län- dern glaubt nemlich, dass die meisten überhaupt vorkommenden Krank- beitem durch eine Dyskrasie bedingt seien, deren Heilung nur durch die Entwickelung des Weichselzopfes zu ermöglichen sei; sobald er sieb also krank fühlt, hält er es für höchst nölhig, den verborgenen Weich- selzopi hinauszutreiben und unterlässt von diesem Augenblick an jede Reinigung und Rerül.rung der Haare und bedeckt den Kopf mit einer fest anschliessenden Mütze. Die Haare müssen sich nun spiralig win- den kräuseln und unter einander verfilzen, da sie an ihrer Ent- Wickelung durch die Mutze gehindert werden und der Schlichtung mit dem Kamme entbehren, dazu häufen sich nun abgestossene Epithelien Hauttalg und Schmutz jeder Art in diesem Haarfilze an; es entwickeln sich zuweilen auch Bläschen und Pusteln in der Kopfhaut, Pilze in dem ^clmmtz und an den Haaren. So entsteht nun das merkwürdige Gebilde, welches man Weichseizopf nennt und den verborgenen Krank- heitsstofl aus dem Körper schafft, eine stinkende Perrücke von oft mächtigem Umfang, welche das unglückliche Individuum sich und An- deren zur unerträglichen Last und Qual jahrelang mit herumschleppt, bis sich endlich die Masse allmälig von der Kopfhaut abhebt und jun<-e Haare vorsprossen, dann wird er endlich abgeschnitten und es stellt sich der normale Haarwuchs wieder her. Wesentliche und constantc Veränderungen der Textur finden sich dabei weder in den Haaren noch in der Haut. ’ Balm, Rost’s Magazin. 1843. Bd. 61. Hfl. 1. n. 1. Beschormfr n„.. xx • . . WPf18—22n 1843’ WEESE’ nüSTS Magazin- 1845‘ ßlL 64- P- 88.’ Ai.ihehtV]'-S<c7 Bei sehr unreinlichen Individuell entwickelt sich eine solche Plica zuweilen auch an den Hart- und Schamhaaren. IV. JNAEGEL. Hypertrophie der Nägel kommt hauptsächlich im höheren Aller 7ehUh TT l?nZgs'else,1an .<lcn Zc,lcn' cnn deren Culliir lange Zeit hindurch völlig vernachlässigt worden und das Individuum ohne Fussbekeidung geblieben ist; die Nägel wachsen dann zuweilen itber das gewöhnliche Maass weit hinaus; während ein sicli selbst uberl- sse](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28037248_0002_0899.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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