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Credit: Elektrophysiologie / von W. Biedermann. Source: Wellcome Collection.
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![Körperoberfläche zu suchen ist. So lange die Faltenbildung der Muskellanielle nicht eine übermässige ist, werden die nach der freien Oberfläche zu entstehenden Berge und Thäler durch die verschiedene Länge der Epithelzellen ausgeglichen. Ebenso dringt von innen her das stützende Mesenchym in alle Falten ein. Wie schon erM^ähnt, kann die Einfaltung sehr verschiedene Grade erreichen. Oft kommt es zur Bildung von „Muskelblättern, die senkrecht zur Körper- oberfläehe gestellt, wie die Blätter eines Buches neben einander gelagert sind (Fig. 3). Jedes Blatt enthält eine dünne Stützlamelle vom Mesenchym, die beider- seits mit Muskelzellen besetzt ist. Es ist leicht ersicht- lich, wie durch einen solchen noch einen Schritt weiter gehenden Einfaltungs- und Absclmürungsprocess jene gänzlich vom Mesenchym umhüllten cylindrischen Muskel bündel entstehen, welche bereits oben erwähnt wurden. Ganz analogen Verhältnissen, wie bei den Ac- tin i e n, begegnen wir auch bei den Medusen, deren oft quergestreifte Muskeltil>rillen überall basal gelegene Diff'erenzirungen ektodernialer Epithelzellen darstellen, welche letztere in v^ielen Fällen noch an der Ober- flächenbegrenzung des Körpers theinehmen. Bau und Entwicklungsverhältnisse der Muskeln, welche mit den bei Cnidariern geschilderten viel- Fig. 3. Quer- fach Aehnlichkeit besitzen, finden sich dann vor Allem schnitt durch die bei vielen Würmern (Annulaten), wo in den ein- Muskulatur der fachsten Fällen der epitheliale oder wenigstens epithe- eriTnt huT loide Charakter der Muskeln noch unmittelbar hervor- membrana- tritt. Oft bestehen hier die Längsmuskelfasern aus ceus. (Nach einkernigen, langgestreckten Zellen, die nach Art Hertwig.) eines einschichtigen Epithels angeordnet sind. Jede ]\[uskelzelle lässt isolirt oder im Querschnitt zwei deutlich von einander gesonderte Substanzen erkennen, einen nach innen gekehrten plasma- tischen Theil und die nach aussen liegende contractile Substanz, welche sich wieder als aus zahlreichen, glatten Fibrillen zusammen- gesetzt erweist, die parallel der Längsaxe der Zelle verlaufen und, wie Querschnitte zeigen, in Form von nebeneinander liegenden Platten angeordnet sind, wodurch die contractile Schicht zart radiär gestreift erscheint. Jeder einzelne Streifen entspricht einer Reihe hinter ein- ander liegender Fibrillen von punktförmigem Querschnitt (Fig. 4 B). Sehr wechselnd gestaltet sich bei verschiedenen Wurmmuskeln die gegenseitige Anordnung der contractilen Schicht und des Bildungs- plasmas (Sarkoplasma). Im einfachsten Falle bildet jene eine ebene Platte, welcher das kernführende Plasma wie eine Kappe aufsitzt (Fig. 4 7i). Es entspncht dieses Verhalten, wobei die Fibrillen der Längsmuskeln in ihrer Gesammtheit einen unter der Hypodermis gelegenen Cylindermantel bilden, offenbar der einfachen, ebenen, nicht gefalteten Muskellamelle vieler C n i d a r i e r. Hier wie dort macht sich dann bei weiterer Massenzunahme der contractilen Substanz eine Faltenbildung und zwar bei den Nematodenmuskeln an jeder einzelnen Zelle bemerkbar, indem sich die ursprünglich ebene flache Fibrillen- schichte zu einer Rinne einkrümmt, deren nach dem Coelom geöffnete Höhlung von dem Bildungsplasma erfüllt wird. So lassen sich nach](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24756106_0023.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)