Licence: Public Domain Mark
Credit: Elektrophysiologie / von W. Biedermann. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by Royal College of Physicians, London. The original may be consulted at Royal College of Physicians, London.
827/876 (page 813)
![dies Du B o i s - R ey m o n d mittels des Froschunterbreehers, indem er dem Nerv des M. gastrocnemius vom Frosch einen vom Schlag des Zitteraalorganes abgeleiteten Stromzweig zuführte, und durch den zuckenden Muskel den Bussolkreis öffnen liess; bei zunehmender Ueberlastung des Muskels gehen dann immer grössere Anfangsab- schnitte, und wenn man andernfalls durch die Zuckung eine Neben- schliessung zur Bussole wegräumen lässt, immer kleinere Endabschnitte des Schlages durch's Galvanometer. „Bei hinreichen- der Ueberlastung erreicht man einen Punkt, wo im ersten Falle die Ablen- kung des Spiegels durch den Schlag nicht mehr wächst, im zweiten bei nicht pola- risirbaren (Ableitungs-) Sätteln nur noch ein schwacher und unbeständiger Rest des Schlages erscheint. Später be- stimmte dann, wie schon erwähnt, auch Marey mittels des Peiidelrayographions die Schlagdauer beim Zitterrochen zu etwa ^/14. Nach DuBois-Reymond's Versuchsplan experimentirte Sachs am Zitteraal. Seine Anordnung ergiebt sich aus Fig. 274. Dem im Wasser befindlichen Fisch sind Ableitungssättel aufgelegt, von wel- chen Drähte den Strom durch den Bus- solkreis führen, in dem sich der Frosch- unterbrecher (Gii) befindet. Im Fisch- troge liegen ausserdem zwei Kupfer- elektroden {EEi), deren Drähte sich zum Muskel {G{) des Froschweckers und zu dem des Froschunterbrechers gabeln. Jener wird unmittelbar gereizt, was die grosse Stärke des Zitteraalschlages erlaubt, dieser (mittels der Reizungsröhre) vom Nerven aus. „Bei der in der Figur abgebildeten Lage der Wippe bildet der Hebel des Unterbrechers einen Theil des Versuchskreises. Die ausgezogenen Pfeile zeigen den entsprechenden Lauf des Stromes. Bei der anderen Lage der Wippe wird der Hebel zur Nebenleitung; dieser Stromvertheilung entsprechen die punktirten Pfeile. Eines anderen, sehr mannigfacher Anwendung fähigen Verfahrens bediente sich neuerdings Gotch bei seinen zahlreichen zeitmessenden Versuchen an Torpedo. Der Apparat ist im Wesentlichen dem Du Bois-Reymond 'sehen Federmyographion nachgebildet. Drei Contacte {K^ /C K^, welche der Reihe nach durch den vorüber- fliegenden Läufer geöffnet wurden, waren in der Weise verbunden, wie es die beistehende Fig. 275 zeigt. {K^) öffnet den Kreis der primären Spirale eines Schlittenapparates, dessen Oeffnungsschlag dem Nerven eines Organpräi)arates zugeführt wird. P]in entsprechender Theil des ausgelösten Schlages kann erst dann auf die Bussole wirken, Fig. 274.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b24756106_0827.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)