Zur Morphologie : Reisebemerkungen aus Taurien / von Heinrich Rathke.
- Martin Heinrich Rathke
- Date:
- 1837
Licence: Public Domain Mark
Credit: Zur Morphologie : Reisebemerkungen aus Taurien / von Heinrich Rathke. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by The Royal College of Surgeons of England. The original may be consulted at The Royal College of Surgeons of England.
105/204
No text description is available for this image
No text description is available for this image
No text description is available for this image![Falte, weil sie zu zart und zu weich ist, nicht für sich allein in den Dotter einschneiden und dessen Masse theilen, sondern es muss dabei auch in dem Dotter selbst die Ursache einer solchen Theilung liegen. (Siehe §. 12.). Diese Ursache aber dürfte wohl in nichts Anderem zu suchen sein, als in einer Ver- änderung in den Spannungsverhältnissen [den Attraktionen und Repulsionen] der einzelnen Theilchen des Dotters. 3. Dasselbe gilt von den Dekapoden, wenn später der Dottersack, der sich in ihnen bildet, mehrere in den Dotter einschneidende Falten macht. 4. Die Veränderungen, welche der Dotter vieler Crustaceen, z. B. des Palämon, Crangon und der Idothea, in seinen Dimensions- verhältnissen erleidet, wenn der Embryo nur noch w^enig entwickelt, und wenn seine Leibeswand und sein Dottersack oder Darmkanal noch sehr weich und zart sind, können, eben weil diese Theile dann noch zu zart und zu weich sind, nicht füglich nur durch sie allein bedingt werden, sondern müssen ihren Grund auch in dem Dotter selbst haben. 5. Die Veränderungen, welche der Dotter hinsichtlich seines Aggregationszustandes, namentlich in Hinsicht der Veränderung in der Grösse seiner Körner und der Farbe derselben innerhalb der Dottersäcke vieler Crustaceen, z. B. der Amphipoden und vieler, vielleicht sogar aller Isopoden erleidet, lassen sich eben so wrenig nur allein aus der Einwirkung der Wandung jener Säcke selbst erklären. Ich will hier besonders darauf aufmerksam machen, dass bei Talitrus, Amphithoe und Gammarus eine Menge von Körnern nicht kleiner, sondern gegentheils grösser wird, indess andere Körner nicht sowohl ihre frühere Grösse nur beibehalten, sondern zu derselben Zeit kleiner zu werden scheinen. (§. 26.) §. 44. Beobachtungen zu Folge, die besonders am Hühnchen und am Flusskrebse gemacht worden sind, erscheint die Keimhaut der Wirbelthiere und der Crustaceen einige Zeit darauf, nachdem sie entstanden ist, nicht mehr als eine einfache ungetheilte Masse, sondern zusammengesetzt aus zwei Blät- tern, die nur an einigen wenigen Stellen unter einander innig Zusammenhän- gen, aus dem sogenannten serösen und dem mukösen Blatte. Bei den Wirbel- thieren bemerkt man überdiess schon bald ein drittes Blatt, das sich durch seine Textur und durch seinen Entwickelungsgang von den beiden übrigen be- deutend unterscheidet, jedoch beinahe in seiner ganzen Ausbreitung mit dem mukösen Blatte eng verknüpft bleibt, desshalb auch nur als eine besonder«?](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22289720_0107.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)