Zur Morphologie : Reisebemerkungen aus Taurien / von Heinrich Rathke.
- Martin Heinrich Rathke
- Date:
- 1837
Licence: Public Domain Mark
Credit: Zur Morphologie : Reisebemerkungen aus Taurien / von Heinrich Rathke. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![lind Maxillen, die am frühesten hervorkommen. Die Folge nun aber, in der die Gliedmassen, welche der Bauchwand angehören, sich nach einander bilden, ist bei den verschiedenen Ordnungen der Crustaceen verschieden, und hängt der Hauptsache nach davon ab, in welcher Folge sich die einzelnen Abschnitte des Thorax und des Abdomen ausbilden. —■ Bei den Dekapoden treten, ge« rechnet von den Antennen bis zu den Seitentheilen des Fächers, die einzelnen Paare der Gliedmassen (abgesehen jedoch von den äussern männlichen Ge* schlechtsthcilcn) in derselben Zeitfolge nach einander auf, als sie bei den er- wachsenen Thieren der Reihenfolge nach hinter einander liegen. Ganz derselbe Fall findet auch bei den Amphipoden Statt. Anders aber verhält sich die Ent- wickelung bei den Isopoden. Bei mehreren von ihnen, z. B. bei Oniscus, Ar- madillo, Asellus, Idothea, Ligia, bildet sich das hinterste Paar der Beine, bei andern aber, wie namentlich bei Bopyrus, bilden sich einige der hintersten Beinpaare weit später, als die übrigen Gliedmassen; diese jedoch [abgesehen wieder von den äussern männlichen Gescldechtstheilen einiger Gattungen, die gleichfalls erst später entstehen] in derselben Folge, wie sie der Reihe nach hinter einander liegen. In einer noch andern Zeitfolge entstehen die Glied- massen einiger Entomostraken, namentlich derCyklopen; denn bei diesen ent- stehen die beiden vordem Paare der Maxillen später, als selbst die vordem Beinpaare. Bei den Cirripedien endlich entstehen, wie es bis jetzt geschienen hat, alle Fresswerkzeuge später, als die Beine.*) Das spätere Nach wachsen von einem oder einigen Beinpaaren bei meh- rern Isopoden steht, wie es den Anschein hat, in einiger Beziehung zu dem Umstande, dass bei manchen andern Isopoden, so wie bei einigen der mit ih- nen verwandten Lämodipodcn, die Gliederung des Thorax und die Beine in Hinsicht ihres Zahlenverhältnisses niemals so vollständig sich ausbilden, als der Charakter dieser Abtlieilungcn der Crustaceen es zulässt. Das Schema, nach welchem z. B. die Dekapoden sich auszubilden haben, verlangt das Da- sein von fünf Beinpaaren, und ist für die Organisation dieser Thiere ein fest bestimmtes, dcsshalb wahrscheinlich auch wohl ein nothwendiges. Den Amplii- *) Beiträge zur Natiirgesch. der Rankenfiisser von Burmeister. Berlin, 1834.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22289720_0136.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)