Zur Morphologie : Reisebemerkungen aus Taurien / von Heinrich Rathke.
- Martin Heinrich Rathke
- Date:
- 1837
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Credit: Zur Morphologie : Reisebemerkungen aus Taurien / von Heinrich Rathke. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![niger tief eingegriffen. Die Taster der Maxillen waren dagegen an zwei Stel- len stark zusammengekrümmt, und lagen fast nur allein den Seitenwänden des Leibes an. Die Schere selbst war schon deutlich ausgebildet, verhält- nissmässig zu den übrigen Gliedern des Tasters etwas grösser, als bei den Er- wachsenen, und mit ihren zwei Spitzen nach unten und innen gegen die Mit- tellinie der Bauchwand gebogen. Am vordem Ende des Kopfes befanden sich zwei schon ziemlich weit ausgebildete Fresswerkzeuge [Mandibeln nach J. F. Meckel *).] Der Schwanz war bei einigen Embryonen verhältnissmassig halb so lang, bei allen aber schon in eben so viele, obgleich nicht so scharf abgegränzte Glieder getheilt, wie bei den Erwachsenen. Im Yerhältniss zu seiner Lunge war es etwas dicker, als bei diesen; besonders dick aber war er an seiner Wurzel, die in das Ende des Hinterleibes sich allmälig ausbrei- tend überging. Der Stachel am Ende des Schw anzes war bei den ältern Em- bryonen zwar schon merklich, doch nur äusserst kurz und ganz stumpf. Ue- brigens war der Schwanz unter den Bauch geschlagen, lag ihm dicht an, und w ar ganz gerade nach vorn gerichtet. Diese seine Lage dürfte insofern wohl der Beachtung werth sein, als sie mit der des Schwanzes der hohem Crusta- ceen und auch der Wirbelthiere übereinstimmt, obgleich die erwachsenen Scorpione ihren Schwanz immer nach oben und vorn gekrümmt haben, so dass er entweder theilweise auf dem Rücken liegt, oder doch nur wenig von ihm entfernt gehalten wird. §. 7. Der Dotter hatte einen noch beträchtlichen Umfang, schien noch dasselbe körnige Gefiige zu besitzen, als früher, war aber etwas ockergelb ge- worden. Bei den ältern Embryonen war er in mehrere Paare verschiedentlich grosser Lappen zerfallen, die alle von einer besondern durchsichtigen, wei- chen und wenig dicken Haut umgeben w7aren. Näher untersucht ging diese Haut nach hinten in einen engen Kanal über, der in dem Schwänze seine Lage hatte, beinahe bis an das Ende desselben sich hineinstreckte, und deut- lich genug einen Theil des Darmes bezeichnete. Nach vorn ging sie gleichfalls in einen Kanal über, der aber sehr kurz und äusserst dünne war, und sich deutlich als die Speiseröhre zu erkennen gab. Zwischen beiden Kanälen aber *) System d. vergl. Anatomie. Bd. IY. S. 142. 4](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22289720_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)