Zur Morphologie : Reisebemerkungen aus Taurien / von Heinrich Rathke.
- Martin Heinrich Rathke
- Date:
- 1837
Licence: Public Domain Mark
Credit: Zur Morphologie : Reisebemerkungen aus Taurien / von Heinrich Rathke. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Für jedes Paar der seitlichen Augen aber schien ein kurzer Nerve von dem Gehirn auszugehen. — Zwei andere kleine Nerven begaben sich von dem Ge- hirne zu den beiden Mandibeln. — Nach unten und hinten ging die beschrie- bene Masse unter einem kleinen stark gekrümmten Bogen unmittelbar in eine andere Masse über, die ungefähr dreimal so gross, als die erstere war, auf der Bauchwand ihre Lage hatte, und nach hinien sich über die Beine etwas hin- ausstreckte^ (Fig. 9, b. Fig. 10, 1— 7. Fig. 11, f.) Vor ihrer Mitte hatte sie die grösste Breite, war nach dem Gehirn hin, da wo sie den Bogen machte, etwas schmäler, als in der Mitte, nach hinten aber Setzte sie sich stark verjüngt in das Bauchmark fort. Ferner war sie vorn am dicksten, in ihrer hintern Hälfte aber nahm ihre Dicke gegen das Bauchmark hin rasch ab. Ihre obere Seite war ein wenig concav, die untere dagegen bildete zusammen mit der rechten und linken Seite eine massig convexe Fläche. Näher noch untersucht, bestand sie aus zw ei breiten, ziemlich dicken, tafelförmigen, und aus festerer Substanz gebildeten Seitenhälften, die durch eine weichere, mehr durchscheinende, und zellgewebartige Substanz untereinander zusammengehalten wurden. An der untern Seite der Masse lagen beide Hälften in einander sehr nahe, und Hessen hier eine nur schmale und flache Binne zwischen sich erblicken, an der obern Seite aber standen sie Aveit aus einander, waren also unter einem stumpfen Winkel gegen einander geneigt. Jede Seitenhälfte endlich liess an ihrer äus- sern und obern Hälfte fünf hinter einander liegende schwache Querfurchen gewrahr werden, so dass mithin eine jede aus sieben hinter einander liegenden Partien [Ganglien] zusammengesetzt erschien. Die 'erste oder vorderste dieser Partien war die grösste von allen, und von ifir sah ich deutlich den Nerven für die Maxille und die scherenförmige Palpe derselben Seitenhälfte abgehen, von jeder der vier folgenden abers ging ein Nerv für eines der Beine ab. — Zwischen der vordem und der hintern so eben beschriebenen Massen, da wo beide den angegebenen Bogen machten, befand sich eine im Verhältniss zu ihnen nur sehr kleine Oeffnung, oder vielmehr ein sehr enger und mässig langer Kanal, durch den, wie ich bei meinem Embryonen sehr deutlich erken- nen konnte, die überaus enge Speiseröhre hindurchdrang. (Fig. 11, h.) Aussen aber ward jener Bogen umfasst von den beiden vordem Taschen des Schleim- blattes der Keimhaut. — Die grossem von den beschriebenen Massen setzte](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22289720_0033.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)