Uber Transplantation ungestielter Hautlappen nach Wolfe, mit Beruchsichtigung der ubrigen Methoden.
- Hahn, Johannes, 1865-
- Date:
- 1888
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Credit: Uber Transplantation ungestielter Hautlappen nach Wolfe, mit Beruchsichtigung der ubrigen Methoden. Source: Wellcome Collection.
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![S])rossen treiben. Nacli 3—4 Woclien ist der frühere Zustand wieder hergestellt, und somit die di^Hnitivo Anhoilung zum Ahschluss ge- kommen. Stellen wir uns nun ^()l', der Haul1ii])|)on sei anj' die frische, nicht mehr Idutondo Wunde aufgesetzt und dnrch mriglichst gleich- milssigen Druck angedrückt. Gehen wir alsdann von innen nach aussen, so finden wir zuerst das in normalei' \^'cise von Blut durch- strömte Gewehe des Grundes; darauf folgt eine Zone, in welcher durch die Blutstillung alle Gefasse von Thromben verstopft sind, und die ich deswegen kurz als »thrombosierte Schicht« bezeichnen will. Hierauf folgt das, jedenfalls bis auf eine Zahl noch Blut enthaltende Venen, durch die Contractiou der Gefässwandungen und der des ganzen Lappens blutleer gewordene transplantierte Hautstück. An einigen Stellen zwischen letzteren und der thrombosierten Schicht finden sich wohl einige unregelmässige Blutgerinnsel, die aber, sofern sie keine c(mtinuierliche Lage bilden, nicht weiter in Betracht kommen Nun sind offenbar folgende drei Möglichkeiten der Vascularisation als Endstadium der Agglutination denkbar. Einmal ist der Fall denkbar, dass von den Capillaren der Wund- flache aus Gefasssprossen durch die thrombosierte Schicht in den Lappen wachsen und, wenigstens teilweise, an die Stelle der vorher bestandenen plasmatischeu Circulation treten. Es würde dann eine verhältnismässig lange Zeit dauern, bis der ganze Lappen vascularisiert wäre, und es würde wahrscheinlich eine mehr minder beträchtliche Gangrän der oberflächlichen Partien erfolgen, entsprechend der Gra- nulatiousdurchwachsung des Hautlappens (s- vorher) beim Ausbleiben der Inosculation. Zweitens könnten sich auch hier ebenso, wie nach Thiersch in den obersten Schichten des Granulationslagers, die intercellulären Bahnen der thrombosierten Schicht für den Blutstrom eröffnen; es würde natürlich diese intermediäre Schicht eine viel beträchtlichere Dicke haben, als in den Thiersch'schen Präparaten. Dritte Möglichkeit: Es könnte die Inosculation auch noch in der Weise erfolgen, dass von den äussersten noch durchgängigen Capillaren Sprossen entstünden und, wie dies bei der VVundheilung durch prima intentio nachgewiesen ist, durch die — mehr weniger zellig infiltrierte — thrombosierte Schicht hindurchwüchsen, um sich mit den Capillaren des anheilenden Lappens in Verbindung zu setzen. Letztere, dritte, Möglichkeit scheint mir, ganz besonders in .Rück- sicht auf die grosse Ähnlichkeit mit den Verhältnissen bei der pri- mären Verheilung linearer Schnittwunden, die meiste Wahrscheinlichkeit](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21220189_0034.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)