Uber Transplantation ungestielter Hautlappen nach Wolfe, mit Beruchsichtigung der ubrigen Methoden.
- Hahn, Johannes, 1865-
- Date:
- 1888
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Credit: Uber Transplantation ungestielter Hautlappen nach Wolfe, mit Beruchsichtigung der ubrigen Methoden. Source: Wellcome Collection.
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![Bis -MW Vollondinig der BhilsfillmiL;- liielt er sie /Avischen zwei Lintl;i])])('lioiu die in warmem Wasser iuis^'e])ix'sst waren. Ziilel/t befestigte er sie mit Seidenniihten in die Wunden. — Die Nachbehandlung bestand in AVarmwasser-Umschlägen. Entfernung der Nähte am 7. Tag: die Epidermis leiste sich ab, aber im übrigen blieben die Lappen unversehrt. Als er 2 Monate nachher wieder zur Patientin gerufen wurde, konnte er sich von einem vollkommenen Erfolg überzeugen: die Lappen waren angeheilt, sie sassen gut; die Atmung durch die Nase war unbehindert, der nasale Beiklang der Stimme verschwunden. Die folgenden Fälle sind in der Klinik des Herrn Geheimrat V. Esmarch in den letzten 12 Jahren operiert, alle nach der Wolfe'sehen Methode, auch wenn es nicht besonders angegeben ist. 6. Fall. Schon im Jahre 1872, d. i. 5 Jahre zuvor, hatte sich Patient, der 78 Jahre alte Tierarzt E., in der Ambulanz der Kieler Klinik vorgestellt, um Hilfe zu suchen wegen einer schon seit längerer Zeit bestehenden, eigentümlich aussehenden Excoriatiou au dem rechten unteren Augenlid, welche sich stetig vergrossert hatte und durch äussere Mittel nicht zur Heilung zu bringen war. Die Diagnose wurde auf »Epithelialcarcinom« (Hautcancroid, Ulcus rodens) gestellt. Erst 1877 entschloss sich Patient zur Exstirpation der Neubildung. Inzwischen hatte sich die Excoriatiou nach Fläche und Tiefe nur sehr allmälig vergrossert: es war eine jener ausserordentlich langsam fortschreitenden Krebsformen, die sieh beim Hautkrebs so oft finden. Bei der Aufnahme des Patienten hatte die Neubildung die Form einer tiefen ülceration mit derben stark infiltrierten, callösen B,ändern; die Länge betrug 11, die Breite 8 mm. Am 5. Juni 77 wurde die Neubildung excidiert, wobei der Schnitt immer im Gesunden geführt wurde. Um das Ektropium zu ver- meiden, wurde ein Hautstück aus dem linken Arm excidiert und mit der Scheere sorgfältig das subcutane Fettzellgewebe von demselben abgetragen: es wurde ihm genau die Form des am Augenlid ge- setzten Substanzverlustes gegeben. Nachdem es mit Carbolwasser ab- gespült worden, legte man es auf die Wunde und fixierte es durch einen Silk-Salicylwatte-Verband. Die Länge des Hautstückes betrug 14. die Breite 11 mm.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21220189_0046.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)