Uber Transplantation ungestielter Hautlappen nach Wolfe, mit Beruchsichtigung der ubrigen Methoden.
- Hahn, Johannes, 1865-
- Date:
- 1888
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Credit: Uber Transplantation ungestielter Hautlappen nach Wolfe, mit Beruchsichtigung der ubrigen Methoden. Source: Wellcome Collection.
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![Gewebes in die Wunde einsrcfugt und mit 8 Oatgutnähten befestigt. Die Faden-Enden der oberen und unteren Nähte werden mittels Heft- ptiasterstreifeu auf Stirn, resp. Backe festgehalten. Nach 0 Tagen zeigte sich der Lappen vollkommen per primam angeheilt. L'ider stellte sirh später wieder eine geringe Neigung zum Ektropium ein. 14. Fall. 188G. Seit G .Jahren bestand bei der r)2-jährigen Marie S. an der Nasenspitze ein ulcus rodens, das geschwürig zerfallen war, etwa von der Grösse eines 1-Pfennigstückes. Die Neubildung wurde (18^0) durch Schnitt im Gesunden ex- cidiert. In den kreisförmigen, cc. 17 mm im Durchmesser haltenden Defect wurde ein entsprechender Hautlappen von der Vorderseite des linken Unterarmes transplantiert, nachdem das an der Unterfläche haftende Fettgewebe sorgfältig mit der Schecre entfernt war, und durch 7 lockere Nähte befestigt. Darüber kam ein Torfverbaud. — Die Armwunde wurde sofort genäht und heilte per primam. Nach 5 Tagen Verbandwechsel: die Haut ist in toto angeheilt. — An einer Stelle, wo Patientin einen Stoss erhalten hatte, zeigte sich ein kleines mit seröser Flüssigkeit gefülltes Bläschen. — Unter einem Borsalbenverband vollendete sich die Einheilung des Lappens, sodass Patientin nach weiteren G Tagen als geheilt entlassen werden konnte. 15. Fall. Gerhard W., 23 Jahre alt, aus tuberculöser Familie stammend, wurde schon vor 10 Jahren an Lupus behandelt. Schon damals be- standen an Händen und Armen zahlreiche Lupusnarben. Vor zwei Jahren führte eine Keratitis am rechten Auge zur Perforation und Atrofia bulbi. — Am linken hatte sich schon früher einmal durch den Narbenzug der Umgebung ein Ektropium des unteren Augenlides gebildet; es war operativ beseitigt worden, hatte sich aber infolge einer neuen Erkrankung wieder hergestellt. Bei der Aufnahme in die Klinik am 12. All. 8G war der Status praesens folgender: Patient, ziemlich gut genährt, zeigt an beiden Händen und Armen teils eingezogene, teils oberflächliche Narben; ebenso in der Gegend des rechten Sternoclaviculargelenkes. Das Gesicht ist stark gerötet und durch eine grosse Zahl Narben sehr entstellt. Von der Nase ist nur noch das knöcherne Gerüst teilweise erhalten ; das übrige und ein Teil des knöchernen Septum ist durch Lu])us fast vollkommen zerstört. Auch an anderen Stellen des](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21220189_0054.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)