Die medicinische Gymnastik : ihr Werth und ihre Erfolge mit Berücksichtigung anderer physiologischer Heilmittel / von Paul Felix Confeld.
- Confeld, Felix Paul.
- Date:
- 1861
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Credit: Die medicinische Gymnastik : ihr Werth und ihre Erfolge mit Berücksichtigung anderer physiologischer Heilmittel / von Paul Felix Confeld. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![marks abhängig, sowie er andrerseits selbstständig durch die in seinen Ganglien entspringenden Nervenfasern wirkt. ^ Hieraus ist sehr erklärlich , M'ie die willkürliehen Be- wegungen der quergestreiften Muskeln auf die unwillkürlichen, die contractilen Fasernzellen einen Einfluss ausüben müssen. Die Physiologie hat ferner längst gezeigt, diiss die organischen Muskeln den Gesetzen der Association oder Mitbewef>-una: unterworfen sind. Job. Müller- macht darauf aufmerksam, wiebedeutend und wichtig die willkürliche Muskelbewegung für die Se- und Excretion, für die peristalische Bewegiuig des Darmes sind, wie die so oft vorkommende Torpidität im tractus infesünalis durch Mangel an willkürlicher Bewegung hervorgerufen wird; er sagt ferner: „Jemehr die Muskeln unseres Körpers willkürlich und je länger sie angestrengt werden, um so mehr tritt eine Veränderung des Herzschlages ein.'' Ebenso weisst Valentin^ nach, wie durch den Ge- brauch der willkürlichen Muskeln die Function der Lunare er- höht, also die In- und Exspiration beschleunigt wird. Nach allem diesem stellt sich heraus, wie ausserordent- lich moderirend die willkürlichen Muskelactionen auf die Functionen aller andern Oi'gane wirken müssen, wie sie neben der Hebung des aninialeu Lebens auch die Thätigkeit des vegetativen erhöhen, wie sie hier die Functionen der Ver- dauungsorgane, die Gallenbereituug der Leber, die Functionen der Nieren, die der Drüsen und Lj^mphgefässe, die Thätig- keit der Haut, der Blutgefässe u. s. w. zu reguliren im Stande sind, wie sie hierdurch die normale Existenz des Organismus einerseits, und die Kräftigung der einzelnen Organe untl Systeme andererseits bedingen und lässt öich aus diesem schon der grosse Werth einer rationellen Gymnastik als Pro- phylaclicuin vieler Krankheiten erkennen. 1 Kölliker, Selbstständigkeit und Abhängigkeit des sympathisclien Nerven- systems. Academisches Programm. Zürich 1840. — Uyrtl, I.e. §05. S. ]9(>. 2 Johannes Müller. Handbuch der Physiologie des Mcn.schcn. Bd. II. S. 89. Coblenz 1838. 3 Valentin, Lehrbuch der Physiologie des Menschen. Braunschweig 1844. Bd. II. S. 778.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b2039262x_0022.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)