Über die äuszere Körpergestalt eines Fetus von Elephas Maximus / von K. Toldt.
- Carl Toldt
- Date:
- 1913
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Credit: Über die äuszere Körpergestalt eines Fetus von Elephas Maximus / von K. Toldt. Source: Wellcome Collection.
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![in der weiteren Entwicklung scheint die Färbungsintensität der Haut allmählich abzunehmen; denn die Haut des neugebornen Elefanten hat nach dem vorliegenden, im Alkohoi aufbewahrten Rüssel bereits eine, zum Teil wohl auch durch die Konservierung beeinflußte lichtere, graue Färbung, ähnlich jener älterer Individuen. Herr Inspektor Kraus, der drei Neonati unmittelbar nach der Geburt gesehen hat, erklärte mir gegenüber, daß ihre Haut, solange sie noch feucht war, allerdings einen relativ dunklen Ein- druck machte; nach dem Trocknen und weiterhin infolge von äußeren Einflüssen (Staub etc.) nahm sie jedoch bald die normale Färbung der Erwachsenen an. Diese ist bekanntlich vielfach keine natürliche, sondern erscheint infolge von Staub oder auch von verschiedenen Ingredienzien, mit welchen die Ein- gebornen häufig die Haut einreiben, etc. mehr weniger verändert. DiemirbekanntenNashornfeten verhaltensichfolgendermaßen; Von den zweivonBrauer ausDeutsch- Ost-Afrika beschriebenen ist der eine (3’25 cm) noch ganz pigmentlos, der andere (27 cm) pigmentiert. Die Haut des im Wiener Hofmuseum befindlichen, in Alkohol konservierten, gleichfalls afrikanischen Fetus (don. Baron F. Nicolics 1907) von 37’5 ('w absoluter Schnauzen-Steißlänge ist gelblich bis braungrau und zeigt bei Lupenvergrößerung rings um die Mundöffnung, in der Submentaliegion, an der Dorsalseite des Kopfes und Rumpfes (im mittleren Teile des letzteren ist die Haut schlecht erhalten und für diese Betrachtung nicht geeignet), in der Glutealgegend und an den Extremitäten in gleichmäßig dichter Anordnung dunkle Pünktchen, welche stellenweise, so zum Beispiel in der Submentalregion und seitlich am Scheitel, in kurze Strichelchen ausgezogen sind. Rings um die Lippen sind sie am kräftigsten. Sie bestehen, wie man bei stärkerer Vergrößerung erkennen kann, aus einer oberflächlich gelagerten ziemlich lockeren, hülsenföimigen Ansammlung von Pigment. Es erscheint mir jedoch sehr fraglich, ob sie mit Haaranlagen in Beziehung stehen. Im übrigen fand ich keine Andeutungen von Haaren, auch nicht von Spürhaaren, Wimpern oder Brauen. Bei einem ziemlich gleichgroßen Fetus (38 cw) eines Rhinoceros javanicus Cuv. aus dem LeydenerMuseum erwähnt de Meijcrevon Hautfärbung beziehungsweise -pigmentierung nichts. Dagegen fand er Epithelwucherungen, welche in die Lederhaut vorspringen und an ihrem unteren Ende ihrerseits durch eine Lederhautpapille eingestülpt sind. De Meijere glaubt, daß sie höchst wahrscheinlich die erste Anlage von Haaren darstellen. Vielleicht sind diese Gebilde bei unserem fiixemplar durch die Pigmenthülsen (in den äußeren Wurzelscheiden?) markiert; für Haarbälge liegen diese aber zu oberflächlich und zu schräg (beinahe horizontal). Haare selbst fand de Meijere gleichfalls keine. Bartlett berichtet von einem neugebornen Badak-Nashorn, daß sein Leib beinahe schwarz- häutig war (zitiert nach Brehm), Brehm beim indischen Nashorn, daß junge Tiere viel heller sind als alte. Von Flußpferdfeten wurde einer von zirka 7 cm Scheitel-Steißlänge im Jahre 1878 von Gray erwähnt und abgebildet. Im anatomischen Institut zu P'reiburg i. Br. finden sich zwei verschieden große Feten, welche von Keibel (u) gelegentlich einer Publikation über ihren Nabelstrang besprochen wurden; der jüngere ist daselbst auch abgebildet. Wie mir Herr Professor Keibel freundlichst mitteilte, ist die Haut des kleineren, welcher von der Oberlippe bis zur Schwanzwurzel \0'7 cm mißt, pigmentlos und ganz gleichmäßig grauweiß. Die Haut des älteren, 51 cm langen Fetus, hat ein diffuses, rötlichbraunes Aussehen, ist aber an einzelnen ganz unregelmäßigen Stellen, offenbar infolge von Schädigung, grau. Bei dem 44 cm langen Fetus von Daubenton hatte sie eine »brune-olivätre« F'ärbung. Die Haut des neugebornen Fluß- pferdes ist besonders am Rücken stark pigmentiert; bei den jungen Tieren erscheint sie hell fleischrot und nimmt im Alter allmählich einen dunkleren, mehr grauen Farbenton an (Weber). Die Färbung der Cetaceenhaut ist bekanntlich sehr verschieden, vielfach auch individuell, die des Rückens zumeist dunkler als jene des Bauches. Erwähnt sei, daß bei Beluga lettcas Gray bereits Em- bryonen von 20 cm Länge in der Haut Pigmente zeigen und die jungen Tiere in den ersten Lebensjahren dunkelbraun, später hellbraun bis grau sind; vom fünften Lebensjahre an ist der Weißwal dagegen schnee- weiß mit einem leichten gelblichen Ton [Kükenthal (a)]. Bei den Sirenen ist die Rückenhaut stärker pigmentiert als die Bauchhaut; während die kleineren Embryonen sehr dunkel gefärbt sind, ist dieFärbung bei größeren und bei Erwachsenen heller [Kükenthalf/?)].](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22473956_0016.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


