Licence: Public Domain Mark
Credit: Lehrbuch der Kinderkrankheiten / von Alfred Vogel. Source: Wellcome Collection.
Provider: This material has been provided by the Royal College of Physicians of Edinburgh. The original may be consulted at the Royal College of Physicians of Edinburgh.
29/542 (page 7)
![Knochenscheiben zttsamineiistosseii, zwischen diesen ein Eatim übrig bleiben müssen, der so viele Ränder hat, als Knochenscheiben ihn be- frenzen. Dieser nur durch häutige Bedeckung verschlossene Raum eisst Fontanelle. Weil nun das Seitenwandbein im entwickelten Zustand 4 Winkel hat, so wird an jedem derselben im embryonalen Zustand eine Fontanelle vorkommen müssen., weil aber die obern Winkel beider Sei- tenwandbeine aneinanderstossen, somit ihre Fontanellen zusammenfiiessen, 60 können nur 6 Fontanellen vorkommen, von denen die Stirn- und Hinterhauptfontanelle unpaarig, die vordere und hintere Seitenfontanelle dagegen paarig angebracnt ist. Am ausgetragenen Kinde existirt nur mehr die grosse viereckige Stirnfontanelle, deren Viereck einen Rhombus mit einwärts gebogenen, imgleich langen Rändern bildet. Sie entsteht durch Zusammenstoss der beiden Stirn- und Seitenwandbeine, der Winkel, unter welchem die Stirn- beine zusammenstossen, ist spitzer als der der zusammenstossenden Sei- tenwandbeine. Ein vollkommener Verschluss der grossen Fontanelle tritt selten vor beendigtem 2. Jahre ein. Merkwürdig ist die Vergrösse- rung dieser Fontanelle bis nach zurückgelegtem 9. Lebens- monat, eine Erscheinimg, auf die E1 s ä s s e r zuerst aufmerksam gemacht hat. Zur Bestimmung ihrer Grösse wählte Elsässer eine Methode, die neben möglichst annähernder und wenigstens relativ sicherer Bestim- mung ihres Quadratinhalts zugleich einen kurzen Ausdruck lieferte. Er mass die Entfernung zweier einander parallel gegenüberliegenden Seiten von der Mitte ihrer Länge aus, dasselbe wurde mit den 2 anderen pa- rallelen Seiten vorgenommen, die 2 hieraus resultirenden Zahlen wurden dann addirt und die Hälfte als Durchmesser der Fontanelle angenom- men. Es liefert diese Methode exaktere Resultate, als wenn man von einer Ecke zur andern gegenüberliegenden messen wollte. Das Resul- tat ist in diesem letzteren Falle ganz unsicher, weil die Ecken sich oft noch ziemlich weit in die Nähte hinein als schmale Streifen erstrecken, wobei die Grenze, von der aus gemessen werden will, der Willkür un- terliegen muss. Die Grössenverhältnisse der vorderen Fontanelle waren nach Tri- mestern folgende: Durchschnittlicher Durch- . ^ „ ,, , messer der Fontanelle in Inmester. Zahl der Kinder. Pariser Linien. 1— 3 Monat. 10 9 qq 4-6 , 15 li;93 iA~,o ^ 13,90 . 13_ 1]> 1—12. Monat 45 11^60 In diesem Zeiträume ist die Fontanelle immer offen. 13.—15. Monat 9 7.77 Unter diesen 9 Kindern ist die F. bei 3 geschlossen, bei einem 5 bei den übrigen 10—15 Linien weit. ' -i, • ^^'IT^n - ^onat: 8 Kinder. Bei 4 ist die F. gescWossen, bei den übrigen 2, 3, 9 und 10 Linien weit. 10 j^'-TT^J. ^o°at: 5 Kinder. Bei 2 geschlossen, bei den übrigen 5 IZ und 12 Lmien weit. »r.A ir^V~^-*' Kinder. Bei 5 geschlossen, bei den übrigen 9 und 15 Linien weit. °](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21925173_0029.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)