Die normale Resorption des Knochengewebes und ihre Bedeutung für die Entstehung der typischen Knochenformen / von Albert Kölliker.
- Kölliker, Albert von, 1817-1905.
- Date:
- 1873
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Credit: Die normale Resorption des Knochengewebes und ihre Bedeutung für die Entstehung der typischen Knochenformen / von Albert Kölliker. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Ostoklastcn an glatteren Oberflächen von spongiöser Substanz mul an coini)acter Substanz ansitzen, möchten dieselben wohl im Allgemeinen so lange sich erhalten, als die Resorption an einer solchen Stelle vor sich geht, womit übrigens nicht gesagt sein soll, dass solche Ostoklasten keinerlei Ver- änderungen erleiden. Die Untersuchung der Ostoklasten ist leicht. Will man dieselben ganz Irisch prüfen, so empfehlen sich vor Allem die Nebenhöhlen der Nase, namentlich die Stirnhöhlen, an denen man nach dem Abziehen der Schleimhaut und des Feriostes dieselben theils am Feriost anhaftend lindet, theils am Knochen in situ wahrnimmt, von dem dünne oberÜächliche Schnitte zu entnehmen sind. Immer isoliren sich hierbei auch eine Unmasse dieser Gebilde, an denen man leicht die Einwirkungen von Reagentien prüfen kann, ln zweiter Linie sind Ostoklasten auch sehr leicht zu gewinnen beim Zerzupfen des Knoebengewebes von Vcrknöcbcrungsräudern beliebiger Knochen. Zum Studium der fragiieben Zellen in situ erweiche ich Knochen in Chromsäure mit Zusatz von etwas Salzsäure, in welchem Falle dann Schnitte z. F>. durch das Gesiebt und durch die platten Scbädelknochen von Emhryonen oder von 0.s.sificati(»nsräiidcrn .sehr biihschc Bilder gehen. Die unter dem Ferioste der langen Knochen gelegenen (Jstoklasten bieten .sieb in solchen Fällen auch ganz schön dar, wenn man vorher die Beinbaut abziebt und dem Knochen oberflächliche Schnitte entnimmt. An allen erweichten Fräparaten ist nachherige Färbung mit Carmin zu em])febb‘ii, welcher besonders die Kerne der O.stoklasten deutlich vortreten macht. Ich habe auch Färbungen mit Ueberosmiumsäure, llaemotoxylin und Cbinolinblau vorgenommen, welche alle leicht gelingen, aber keine weiteren Vortbeile bieten. Autgetällen ist mir, dass Cbinolinblau, welches die Zellkörper der Ostoklasten schön blau färbt, die Kerne nicht zu tingiren scheint, und erinnert man sich hierbei an die Enttärbung von Cbinolinblau durch Säuren. B. Vürkoiiiiiieii uiul Yerbreituiig der Resorptioiisstellen ciii Kiioclieii und Zähnen. 1. Untersuchungsmethode. Das Hauptmittel zur Bestimmung der typischen Resorptionsstellen ist die mikroskopische Untersuchung der betreffenden llartgebilde, mit anderen Worten der Nachweis von Howship’schen Grübchen mit Ostoklasten in denselben, indem es nach den vorliegenden Thatsachen (siehe die historische Einleitung und unten das Cai)itel, das eine Erklärung der Resorptionserscheinungen zu geben sucht) nicht dem geringsten Zweifel unterliegt, dass überall, wo diese beiden Bildungen Vorkommen, auch ein Schwinden der Knochen- und Zahnsubstanz sich tindet. Dieser Nachweis lässt sich an frischen Knochen an vielen Stellen mit Leichtigkeit geben, indem man theils an deren Aussenfläche die ober- flächlichsten Lagen mit einem scharien starken Messer in dünner Schicht abtrennt, theils im Innern die Balken der Substantia S])ongiosa und die Oberflächen der Wandungen der grösseren Markhöhleu untersucht. Da sich jedoch in dieser Weise keine genaue toi)ographische Untersuchung der Knochen durchführen lä.sst, so habe ich in allen Fällen, wo es darauf aidvam, die Resorptionsflächen nach ihrem Vorkommen und ihrer Ausdehnung genau zu bestimmen, in gewöhnlicher Weise in Chromsäure und Salzsäure oder in letzterer allein erweichte Knochen verwendet. Handelte es sich nur um die Bestimmung der oberflächlichen Resor]dionsflächen, so genügte verdünnte Salzsäure vollkommen und wurden die betreffenden Kuoeben nur so lange ihrer Einwirkung ausgesetzt, bis eine oberflächliche](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b22392610_0038.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)