Beiträge zur Kenntnis der Dermatome der menschlichen Rumpfhaut / von Otto Grosser und Alfred Fröhlich.
- Otto Grosser
- Date:
- 1902
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der Dermatome der menschlichen Rumpfhaut / von Otto Grosser und Alfred Fröhlich. Source: Wellcome Collection.
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![Anzahl von Rückenmarksverletzungen in verschiedenen genau be- stimmten Höhen konstruirteu Tiiokuurn [93J, KoGHEK [90] und Andere die den einzelnen thorakalen Rückenmarksabschnitten zukommenden llautzonen in Form von gürtelförmig um den Thorax verlaufenden Bändern. Diese Bänder liegen im oberen Thoraxbereiche horizontal, weiter unten und im Abdominalgebiete steigen sie nach vorn ab. Eine ähnliche Anordnung des Empfindungsausfalles wurde auch von Sheerington [93] am Affen bei Durchtrennung hinterer Thorakal- nervenwurzeln gefunden. Was den Herpes zoster betrifft, so wurde anfänglich behauptet, dass die Anordnung seiner Bläschen dem Ver- laufe der peripheren Nerven entspreche; später aber, und wie man glaubte, im Gegensatz zu dieser Annahme, wurde festgestellt, dass derselbe im Bereiche des Thorax in der Regel gleichfalls in hori- zontalen (resp. absteigenden) Bändern auftritt, welche mit den bei Rückenmarksläsionen gefundenen Zonen annähernd übereinfallen (Head [98], Blaschko [98]). Bei genauer Untersuchung der Sensibilitätsgrenzen erhält man übrigens mindestens in manchen Fällen keine rein gerade verlaufen- den Linien. Eichhorst [88] hat auf Grund von ausgewählten möglichst reinen Querschnittsläsionen des Rückenmarkes die Behauptung auf- gestellt, dass die Sensibilitätsgrenze auf ihrem gürtelförmigen Ver- laufe um den Thorax drei kopfwärts gerichtete Erhebungen zeige, die hinten an der Wirbelsäule, dann lateral von der durch den Angulus scapulae gezogenen Vertikalen (Gebiet der hinteren Aste der Rami per- forantes laterales) und im Bereiche des Sternum1 liegen; er bezeich- net sie als Vertebral-, Scapular- und Mamillarelevationen der Anästhe- siegrenze. Allerdings will Wichmann [00] diesen Befund nicht all- gemein gelten lassen, sondern aus ungenauer Beobachtung erklären — höchst wahrscheinlich, wie der anatomische Befund ergiebt, mit Unrecht. Auch das von Head und Campbell [00] auf pag. 484 wieder- gegebene Bild (Fig. 15) zeigt deutlich etwa an der Grenze der Haut- gebiete der Rami laterales und posteriores eine kopfwärts gerichtete Ausbuchtung der Sensibilitätsgrenzen. Die genauere Feststellung der Herpeszonen ergab, dass dieselben im Thoraxbereiche gleichfalls sehr häufig von der dorsalen Mittellinie aus zunächst etwas absteigen (Blaschko, 98), also gleichfalls eine Vertebralelevation im Sinne Eichhorst's besitzen; auch au der vor- 1 Entweder in der Mittellinie oder zu beiden Seiton derselben.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21454863_0007.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)