Beiträge zur Kenntnis der Dermatome der menschlichen Rumpfhaut / von Otto Grosser und Alfred Fröhlich.
- Otto Grosser
- Date:
- 1902
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der Dermatome der menschlichen Rumpfhaut / von Otto Grosser und Alfred Fröhlich. Source: Wellcome Collection.
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![hin genannten Grenze zwischen Raums lateralis und posterior ist sehr häufig eine cranial gerichtete Verschiebung oder Ausbuchtung der Zone, entsprechend Eichiioust's Scapularelevation, zu sehen (vgl. z. B. Heaü und Campbell [00], Fig. 2, 5, 9, 11). Im HEAD'schen Schema kommt sowohl die erste als die zweite Elevation zum Aus- drucke, letztere besonders an den Zonen des fünften, siebenten und neunten Thoracalis. Und auch die EiCHHORST'sche Mamillarelevation kehrt am HEAD'schen Schema wieder, wenn auch nicht gleichmäßig an allen Zonen; sie hat hier ihren Höhepunkt in der Mittellinie, nur im vierten Dorsalisbereiche seitlich von derselben. Diese im Ganzen aber doch annähernd horizontalen Bänder schneiden naturgemäß die schief verlaufenden Rippen und damit auch den Verlauf der Intercostalnerven; sie ziehen Uber mehrere (drei oder selbst vier) Intercostalräume hinweg und geben damit ein sehr auffallendes Bild. Dasselbe hat längst die Aufmerksamkeit der Kliniker auf sich gelenkt; man erblickte in diesen horizontalen Zonen, wie ja selbstverständlich, den Ausdruck der sensiblen (resp. trophischen) Versorgung der Thoraxhaut durch die einzelnen hin- teren Wurzeln resp. Rückenmarkssegmente und bezeichnete sie als Dermatomeren (oder Dermatome) oder als Hautgebiete der einzelnen RUckenmark8wurzeln (Rhizomeren), resp. Rückenmarkssegmente (My- elomeren). Gleichzeitig brachten die meisten Neurologen1 diese Zonen in Gegensatz zu den von den einzelnen Spinalnervenstämmen versorgten Hautgebieten, von denen man annahm, dass sie, ent- sprechend diesen Stämmen, einen gleichfalls schief am Thorax nach vorn absteigenden Verlauf haben müssten (vgl. das folgende Citat aus Wichmann). Der horizontale Verlauf einer klinisch fest- stellbaren Zone galt geradezu als sicherer Beweis für den cen- tralen Sitz (hintere Wurzel oder Rückenmark) der auslösenden Ur- sache und als anatomisch vorläufig unerklärlich; es war wohl hauptsächlich der Gedanke an die Schwierigkeiten bei der Be- stimmung der Dermatome im Bereiche der Extremitäten, also der großen Plexusbildungen, der hier von anatomischen Untersuchungen abschreckte. Brissaud [99], der übrigens die Gentren für solche horizontale Zonen ins Rückenmark verlegt, sagt geradezu, die auf die Körperachse senkrechte Grenzlinie »n'a rien que puissent faire 1 Nur Head und Campbell [00] und vielleicht auch Ross [88] scheinen anzunehmen, dass mindestens der horizontale Verlauf der Zonen aus der peri- pheren anatomischen Verzweigung der Nerven zu erklären sei. Eickhorst [8S] äußerst sich hierüber sehr reservirt.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21454863_0008.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)