Beiträge zur Kenntnis der Dermatome der menschlichen Rumpfhaut / von Otto Grosser und Alfred Fröhlich.
- Otto Grosser
- Date:
- 1902
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der Dermatome der menschlichen Rumpfhaut / von Otto Grosser und Alfred Fröhlich. Source: Wellcome Collection.
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![prevoir les dispositions anatomiques sous-jacentes«; Blasciiko [98] äußert sich ähnlich: »Aus der anatomischen Zergliederung der Nerven war bei der häufigen Anastomosen- und Plexusbildung vollends kein Aufschluss zu gewinnen, und so war man auf gelegentliche klinische Befunde angewiesen.« Wichmann [00] schreibt darüber pag. 209 und 210: »Man war früher der Ansicht gewesen, dass die einzelnen Thorakalsegmente den einzelnen Thorakalnerven genau entsprachen. Nun hat sich herausgestellt, dass der Verlauf der Segmentzonen doch ein anderer ist als der der zugehörigen Thorakalnerven. Die Segmentzonen verlaufen ziemlich horizontal, kreuzen also die Rippen, die mit ihren Intercostalnerven schräg von oben hinten nach unten vorn verlaufen. . . . Der abweichende Verlauf der Segmentzonen und der Intercostalnervengebiete erklärt sich durch das Uberein- andergreifen der Segmentwurzeln, wie es schon im Rückenmark an- gebahnt wird. Aber auch Ansabildung kommt an den Wurzeln der Intercostalnerven vor, vielleicht öfter als man bisher gewohnt war, zu glauben. Die Angabe der Lehrbücher, nur zwischen der 1. und IL Thor.-, sowie zwischen XII. Thor.- und \. Lumb.-Wurzel finde eine Ansabildung statt, bedarf wohl der Berichtigung. Erst an dritter Stelle schließlich kommt noch bei den Thorakalnerven in Betracht, dass auch peripher am Rumpf Anastomosen existiren zwi- schen den einzelnen Intercostalnerven, wie von Mertens nachge- wiesen wurde. Dem wäre vor Allem entgegenzuhalten, dass so ausgedehnte Plexusbildungen, wie sie von Wichmann postulirt werden, anato- mischerseits unmöglich bisher hätten übersehen werden können. Nur ein ganz regelmäßig zwischen den einzelnen Intercostalnerven er- folgender Faseraustausch könnte eine konstante Verschiedenheit zwischen dem Verlaufe der Nerven und ihrer Hautzone erklären; thatsächlich sind aber Anastomosen zwischen Intercostalnerven die Ausnahme und, wenn sie vorkommen, ganz unregelmäßig yertkeilt Obendrein kommen hierfür Uberhaupt nur die ventralen Aste der Spinalnerven in Betracht; Plexus dorsaler Äste sind am Rumpfe noch niemals beobachtet worden. Bei Rüdxnoer [61] (Taf. XXVIII) findet sich allerdings eino Reihe von Verbindungsästen (sechs an der Zahl) zwischen verschiedenen Intercostalnerven, dieselben weisen aber, wie die nähere Betrachtung sofort ergiebt, keinerlei Regel- mäßigkeit in ihrer Anordnung auf. Bei Toldt [01] (Fig. 1213) fehlen sie über- haupt, eben so bei IIenlk [79]. Dieser sagt überdies ausdrücklich auf pag. 560: »Für eine seltenere Varietät muss ich die von Bock und Rüdinokk abgebildeten und in den meisten Handbüchern erwähnten Äste halten, durch welche sich](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21454863_0009.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


