Beiträge zur Kenntnis der Dermatome der menschlichen Rumpfhaut / von Otto Grosser und Alfred Fröhlich.
- Otto Grosser
- Date:
- 1902
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Credit: Beiträge zur Kenntnis der Dermatome der menschlichen Rumpfhaut / von Otto Grosser und Alfred Fröhlich. Source: Wellcome Collection.
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![Nerven benachbarter Intercostalräurae über die Innenfläche der Rippe hinweg mit einander in Verbindnng setzen.* Ähnlich äußert Bich Sauber [93, pag. 541): Die Intercostalnerven gehen »nur selten unter sich selbst Verbindungen ein«. Bei 'Qüain [82] heißt es geradezu auf pag. 617: Die Intercostalnerven sind »directed transversely outwards to their destination without forming any plexus«. Auch Bolk [97] erwähnt das Fehlen von Plexus zwischen den Intercostalnerven. Bei Sappey [71] und Langer-Toldt [97] fehlen überhaupt Angaben über diesen Punkt. Nur Gegenbaur [96] und Merkel [Ol] geben ein »keineswegs seltenes« Vorkommen solcher Verbindungsäste zu. An dem in den Figg. 3—5 abgebil- deten Kadaver konnten wir keine Anastomose nachweisen nnd sind ihnen auch sonst nur recht selten begegnet. Mit Eücksicht auf diesen Mangel der Plexus- bildung ist übrigens für die Thorakalnerven die sonst in der Neurologie so streng durchgeführte Unterscheidung zwischen Wurzelgebiet und Gebiet des peripheren Nerven nicht durchzuführen, da diese Gebiete hier zusammenfallen müssen. Abweichend von den Hautästen verhalten sich allerdings die Muskeläste der Rami anteriores, so weit sie für den M. rectus abdominis bestimmt sind. Rüge [93] hat nachgewiesen, dass diese Äste im Bereiche der drei bis sechs caudalen Rectussegmente ausgedehnte Plexusbildungen eingehen, und dass diese Plexus mit Umlagerungen im Körper des Muskels selbst und mit der Ver- wischung der Grenzen seiner Segmente zusammenhängen. Die Muskeläste sind in unserer Fig. 3 nicht dargestellt. Thatsächlich ist die Erklärung der klinisch festgestellten Haut- zonen in einer ganz anderen Richtung zu suchen; es lässt sich nach- weisen, dass die Hautäste jedes einzelnen Thorakalnerven ein Haut- gehiet aufsuchen, welches der entsprechenden, am Krankenbette beobachteten Zone entspricht, und sich in diesem vertheilen. Von anatomischer Seite scheint dies bisher noch nicht präcis ausgespro- chen worden zu sein. Nur Bolk [97] hat in einem kurzen Aufsätze die von ihm präparativ festgestellten Ausbreitungsbezirke der ein- zelnen Thorakalnerven abgebildet (vgl. Textfig. 1) und angegeben, dass diese Bezirke gürtelförmig um den Thorax verlaufen, sowie dass diese Gürtel caudal von den zugehörigen Foramina intervertebralia liegen, und zwar um so mehr, je weiter caudalwärts der betreffende Nerv gelegen ist. Bei der Untersuchung der Hautnerven des Rumpfes finden wir, dass zunächst einmal die Rami posteriores der Thorakal- nerven zwischen den langen, dann unterhalb der breiten Rücken- muskeln ganz beträchtlich caudalwärts verlaufen, bevor sie die letz- teren durchbohren und sich in der Haut vertheilen; die Rami ante- riores geben den Ramus cutaneus lateralis ab, bevor sie in ihrem Verlaufe entlang der Rippe den tiefsten (am weitesten caudal ge- legenen) Punkt erreicht haben, den Ramus cutaneus anterior aber in ihrem entlang dem vordersten Rippenabschnitte cranialwärts auf- steigenden Theile, wie besonders am siebenten Thoracalis unserer Fig. 4 gut zu sehen ist. Die Eintrittspunkte dieser drei Hautäste](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21454863_0010.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)


