Helkologie oder Lehre von den Geschwüren / [Johann Nepomuk Rust].
- Johann Nepomuk Rust
- Date:
- 1842
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Credit: Helkologie oder Lehre von den Geschwüren / [Johann Nepomuk Rust]. Source: Wellcome Collection.
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![tler Fläche hin, noch eine Vereinigung zwischen so entarteten und zum Theil fast unorganischen Gebilden zu Stande kommen kann. Alles, was eine andauernde Entzündlichkeit des Geschwürs zu veranlassen, eine anomale Plastik an dessen Rändern zu unterhalten, eine Erstarrung der ausgeschwitzten Lymphe zu beför¬ dern und den normalen Ueberhäutungs- und Cicatrisationsprocefs zu behindern vermag, mufs demnach bei der Behandlung von Geschwüren jeder Art sorgfäl¬ tig vermieden werden, um die Erzeugung callöser Afterproductionen zu verhü¬ ten, oder die bereits vorhandenen durch ein gleichzeitig eingeleitetes, unmittel¬ bar auf sie einwirkendes therapeutisches Verfahren entfernen zu können. Letz¬ teres besteht in Folgendem. §. 115. Man sucht die Callositäten entweder aufzulösen, zu zertheilen und in den normalen Zustand organischer Gebilde zurückzuführen, oder, wenn dies nicht mehr möglich ist, sie gänzlich zu zerstören. Die Mittel hierzu müssen nach der Gröfse, Dauer und dem Umfange der Callosität, nach dem Charakter und den sonstigen Verhältnissen des Geschwürs und der demselben etwa zum Grunde liegenden allgemeinen Ursache, ausgewählt werden. Hat der Callus noch nicht lange bestanden, und keine allzugrofse Ausbrei¬ tung erlangt; ist noch nicht alles Gefühl in den Geschwürsrändern erloschen, und der Callus blos die Folge einer vorhergegangenen zu anhaltenden Reizung und wiederholten Entzündlichkeit des Geschwürs; ist überdies letzteres von ei¬ nem mehr erethischen, als torpiden Charakter: so ist eine anhaltende Ptuhe und horizontale Lage des leidenden Theils, verbunden mit einer erweichenden und erschlaffenden örtlichen Behandlung, vollkommen hinreichend, den Callus auf¬ zulösen und zu zertheilen. Die Anwendung erweichender Salben und Pflaster: des Unguent. digestiv um , Empl. saponatum, de Jtfucilaginibus (Disp. Lond.), diachyl. compositum etc., auch einer starken Auflösung des Salmiaks ]), vor¬ zugsweise aber die anhaltende und lange fortgesetzte Anwendung er¬ weichender Breie 2), entsprechen in diesem Falle der zu erfüllenden Indication vollständig. Hat das Geschwür aber einen mehr atonischen und torpiden Charakter, be¬ stand der Callus schon lange Zeit, ist er ansehnlich dick, aufgeworfen, bildet der¬ selbe eine das ganze Geschwür umgebende unempfindliche, hornartige Wulst, die den meist glatten und aller Granulation entbehrenden Geschwürsgrund weit tiefer liegend erscheinen läfst, als er, nach der Oberfläche des leidenden Theils berechnet, wirklich ist, so vermag bei einem solchen (meist habituell geworde¬ nen) Geschwüre die erweichende und erschlaffende Behandlung, trotz aller An¬ empfehlung Boyer’s 3), nicht mehr, den Callus zum Schmelzen zu bringen. Eben so wenig Heil‘läfst sich in diesem Falle von aromatischen lauwarmen Fomentationen erwarten, die Langenbeck 4) und Krügelstein 5) besonders empfehlen, und durch welche bei vorherrschender Torpidität die erstarrte Faser am sichersten erweicht, aufgelockert, gereizt und in solchen Zustand zuriickge- \](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b30451267_0120.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)
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