Volume 2
Lehrbuch der Anatomie des Menschen / von C. Gegenbaur.
- Carl Gegenbaur
- Date:
- 1899
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Credit: Lehrbuch der Anatomie des Menschen / von C. Gegenbaur. Source: Wellcome Collection.
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![latur wird die Wirkung als Schließmuskel des Isthmus faucium, zumal hei gleichzeitig erfolgendem sich Heben der Zungenwurzel verständlich. 5) M. palato-pharyngeiis [Pharyngo-jMlatiniis). Dieser im hinteren Gaumenbogen verlaufende Muskel tritt aus dem medianen Theile des Gaumen- segels, empfängt auch Zuwachs durch Züge, welche vom Haniulus pterygoideus entspringen. Er begiebt sich gegen die seitliche und hintere Pharynxwand herab. Indem er in die Längsmuskulatur der letzteren (vergl. Fig. 37S) übergeht, gehört er ebenso dem Pharynx wie dem Gaumensegel an. Einige Bündel inseriren sich auch an dem hinteren Rand der Seitenplatte des Schildknorpels. Die vom weichen Gaumen kommenden Bündel sind direct in den anderseitigen Muskel verfolgt worden und bilden dort Durchkreuzungen. Sie durchsetzen zum Theile die In- sertion des Levator. Auch von der Tuba Eustachii entspringen zuweilen variable Portionen und ziehen über den Levator in den hinteren Theil des Muskels. Von der Nasenhöhle. § 204. Oberhalb der Mundhöhle (II. S. 2) befindet sich die Nasenhöhle. Ihr Boden ist der ersteren Decke. Obgleich deren Wandung an einer Strecke der Sitz des Geruchsorganes ist, rechtfertigt doch der ursprüngliche Zusammenhang mit der Mundhöhle die Vorführung an dieser Stelle. Auch functionelle Beziehungen be- gründen das. Die Nasenhöhle dient als Luftweg bei der Athmung, unter nor- malen Verhältnissen sogar ausschließlich, indem die Mundhöhle nur zur Aushilfe in Anspruch genommen wird, ebenso ist sie bei der Sprache betheiligt (Nasen- laute!), zeigt also ebenfalls mannigfaltige Verrichtungen. Der Binnenraum der Nasenhöhle ist durch die Nasenscheidewand in zwei Hälften geschieden, deren äußere Mündungen den Naslöchern [Nares] entsprechen, während die inneren Mündungen gegen den Pharynx die Ghoanae vorstellen. Jene Mündungen entsprechen dem unteren Abschnitte der Nasenhöhle, die sich darüber in die Höhe erstreckt und mit der Lamina cribrosa des Siebbeins abschließt. In die Begrenzung der Nasenhöhle treten außer den (I. § 108) aufgeführten Skelet- theilen an der äußeren Nasenöffnung noch Duplicaturen der äußeren Haut. Diese setzt sich median von der Oberlippe her über dem y>Philtrum« benannten Grübchen zur Nasenscheidewand fort und bildet, bevor sie den Knorpel der Scheidewand erreicht, zwischen den Nares eine Duplicatur, das Sejjtum mobile nasi. Auch au den Nasenflügeln schlägt sich das Integument nicht um den freien Rand der Knorpel nach innen, sondern erstreckt sich weiter herab, um den unteren Theil des Nasenflügels gleichfalls als Duplicatur herzustellen. Die äußeren Nasenöfthungen führen zunächst in den Vorhof (Vestibulum iiasi), den die knorpelige Nase umwandet. Während die Nasensclieidewand die mediane mehr oder minder ebene Be- grenzung der Nasenhöhlen abgiebt, bestehen an der lateralen Wand durch die Muscheln [Conchae] gebildete Vorsprünge. Diese sind unter einander morpho-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28123074_0002_0053.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)