Oestreich's Compendium der Physiologie des Menschen : für Studirende und Aerzte / [Paul Schultz].
- Schultz, Paul, 1872-
- Date:
- 1898
Licence: Public Domain Mark
Credit: Oestreich's Compendium der Physiologie des Menschen : für Studirende und Aerzte / [Paul Schultz]. Source: Wellcome Collection.
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No text description is available for this image![Alle Organismen nehmen liehen der eigentlichen Nahrung 0 auf „Atmung“, nur aus verschiedenen Quellen, und in verschiedener Form. Ferner H20 und Salze. Ohne 0 kann auf die Dauer kein Leben bestehen. Die anäroben Bakterien <Tetanusbakterien, Rauschbrandbacillen) entnehmen ihn wahrscheinlich den Salzen ihres Mediums. Nur die chlorophyllhaltigen Teile der Pflanzen reduzieren unter Einwirkung des Sonnenlichtes die aufgenommene H2 C03 zu 02, H2 0 undC. 02 wird durch die Spalt- öffnungen ausgehaucht, C wird zum Aufbau zurückbehalten. Im Dunklen da- gegen nehmen alle Pflanzen, wie in der Helligkeit auch die nichtgrünen Pflanzen und Pflanzenteile (Pilze, Keime) 0 auf und geben 002 ab. „Atmung der Pflanzen.“ Auch im Tierkörper kann Reduktion stattfinden : Ueberführung der C-armen und 0-reichen Kohlehydrate in die C-reichen und O-armen Fette, Verwandlung «der Benzoesäure in Hippursäure, des Zuckers in der Leber in Glycogen. Der Begriff des Reizes. Unter Reiz [Haller] verstand man früher diejenige Wirkungs- weise von Körper auf Körper, welche nur in der organischen Natur vorkäme. Dies ist irrig. „Es gibt in der ganzen Natur nur eine Art Veränderung, nämlich Bewegung, nur eine Art der Wirkung von Körper auf Körper, nämlich die mechanische. An die Stelle des Begriffes der Reizung tritt der Begriff der Auslösung (du Bois- Reymond). Die Eigenschaft, die aller lebendigen Substanz zukommt, grosse Mengen potentieller Energie auf dem Wege der Auslösung in kinetische zu verwandeln, heisst Reizbarkeit. Die Reaktion auf einen Reiz bleibt nicht auf den gereizten Punkt beschränkt, sondern breitet sich über die angrenzenden Teile aus durch Reizleitung. Die Reizqualitäten sind: Mechanische (Druck, Zug, Stoss, Tonschwingung), thermische, photische, elektrische und chemische. Der Intensität nach unterscheidet man ein Reiz-Maximum, «ein Reiz-Minimum und ein Reiz-Optimum. Reiz-Schwelle heisst dasjenige Reizminimum, bei welchem zuerst eine Wirkung eintritt, darunter bleibt sie aus. Findet unter der Einwirkung von Reizen eine Steigerung- aller oder einzelner Lebenserscheinungen statt, so spricht man von Erregung, von Lähmung; wenn eine Herabsetzung aller oder einzelner Lebenserscheinungen eintritt. [Yerworn]. Die Herabsetzung der Lebenserscheinungen durch die infolge der Thätigkeit aufgehäuften Dissimilationsprodukte heisst Er-](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b28131034_0017.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)