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Credit: Physiologische Chemie / von Felix Hoppe-Seyler. Source: Wellcome Collection.
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![allen Vorzügen und Unvollkommenheiten, allen Eigentümlichkeiten, chemischen und physikalischen Functionen, die dieser Generations- reihe eigen sind. Während in jedem lebenden Organismus fortdauernd neue Ele- mentargruppen zum Leben erwachen und andere sterben, hat auch der ganze Organismus eine beschränkte Lebensfrist und seine Be- standtheile werden früher oder später wieder- am Leben anderer Thiere oder Pflanzen theilnehmen. Häufig sehen wir mit dem Tode eines Organismus als letzten Gliedes einer Generationsreihe diese selbst ihr Ende erreichen, dafür verzweigen sich andere Reihen und ersetzen den Verlust an der Summe des organischen Lebens, indem jeder neu auftretende Organismus als eine Knospe, ein Zweig eines anderen auftritt und bei voller Entwicklung dem mütterlichen Or- ganismus in chemischen und physikalischen Eigenschaften fast voll- kommen gleicht. Ursprung der Organismen. § 2. Der Ursprung der Generationsreihen der Thiere und Pflan- zen ist uns durchaus unbekannt und keine Thatsache bis jetzt er- mittelt, welche einer Hypothese in dieser Richtung zur Stütze dienen könnte. Es hätte daher die Besprechung dieses Gegenstandes hier völlig unterlassen werden können, da er wissenschaftlich noch nicht behandelt werden kann, wenn nicht wichtige Arbeiten erwähnt wer- den müssten, die in dieser Richtung ausgeführt einigermaassen schätzen lassen, ob man auf dem einen oder anderen Wege der Forschung wohl dazu gelangen kann, solche Stützpunkte zu finden. Zur Entscheidung der Frage, ob niedrige Organismen unter be- stimmten äusseren Verhältnissen aus chemischen Stoffen gebildet werden können, ohne dass sie ihre Herkunft von bereits bestehen- den lebenden Wesen erhalten haben können, sind seit dem vorigen Jahrhundert mit zunehmender Schärfe der Beobachtung und der Vorsichtsmaassregeln gegen Täuschung zahlreiche und umfassende Versuche angestellt. Die generatio aequivoca oder spontanea hat seitdem immer wieder Vertheidiger gefunden, dieselben haben aber ihre Behauptungen stets bald widerlegt gesehen. Die älteren Ar- beiten über diesen Gegenstand sind von Pasteur] in seiner umfas- Ann. de ehim. et de phys. (.!) t. LXIV, p. 1. 1862.](https://iiif.wellcomecollection.org/image/b21218298_0015.jp2/full/800%2C/0/default.jpg)